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Caritas: Notruf Suchtberatung

Caritasverband unterstützt Appell der DHS

Kreis. Am Mittwoch, 4. November, ruft die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) den „Aktionstag Suchtberatung“ unter Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig aus. Der Slogan „Kommunal wertvoll!“ betont die Notwendigkeit kommunaler Kostenbeteiligung. Zugleich verweist die DHS auf die finanziell angespannte Situation etlicher Suchtberatungsstellen.

Der örtliche Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe unterstützt diesen „Notruf Suchtberatung“ ausdrücklich: „Eine Mitfinanzierung durch den lokal zuständigen Jugend- beziehungsweise Sozialhilfeträger ist auf Dauer auch für uns unverzichtbar – schon alleine, weil die Förderung des Landes Rheinland-Pfalz dies voraussetzt“, erläutert Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. Gefragt ist also immer die Kreisverwaltung, je nach kommunaler Aufgabenverteilung mancherorts auch die Stadt.

In dem katholischen Wohlfahrtsverband für die Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück ist die Suchthilfe ein Kerndienst. Als eines der wohl traditionsreichsten Arbeitsfelder hat der Bereich sich bis heute stetig weiterentwickelt.

In den Caritas-Geschäftsstellen Bad Kreuznach, Boppard, Idar-Oberstein und Simmern arbeiten insgesamt elf Suchtberatungskräfte. Überall vertreten ist die allgemeine Suchtberatung. Deren Themenspektrum reicht von Alkohol über Medikamente und illegale Drogen bis hin zu Verhaltenssüchten wie Kaufsucht. Betroffene und Angehörige finden gleichermaßen Gehör.

Caritas: Notruf Suchtberatung

Zudem haben sich regional spezielle Bereiche herausgebildet. Maßstab dafür war natürlich der Bedarf in der Bevölkerung – aber eben auch die Möglichkeiten, die sich aus den jeweiligen (finanziellen) Rahmenbedingungen ableiten.

Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes in Boppard und Simmern mit je einer vollen Stelle ansässig, außerdem gibt es wöchentlich Sprechzeiten in der Außenstelle Kastellaun. Auch die sieben unterschiedlichen Gruppenangebote verteilen sich in der Fläche des Landkreises.

Victoria Müller-Ensel begrüßt das langjährige Engagement des Landkreises, das übrigens über den Zuschuss für die beiden Regelstellen hinausreicht: Per Kreistagsbeschluss konnte der Caritasverband zum 1. April dieses Jahres zusätzlich die „Fachstelle Suchtprävention“ installieren.

Seither macht in Person von Ramona Kronenberger, eine eigens dafür eingestellte Halbtagskraft, insbesondere Schulen Angebote der vorbeugenden Arbeit. Überdies kümmert Kronenberger sich unter anderem um Frühintervention bei jungen, erstauffälligen Drogenkonsumenten.

Victoria Müller-Ensel betont, dass Suchthilfe im gegebenen Umfang und der heutigen Vielfalt ohne kommunale Unterstützung nicht denkbar wäre: „In diesem Licht verstehen wir den aktuellen Aufruf der DHS allzu gut und verleihen im gerne Nachdruck.“

Weitere Infos bei Ramona Kronenberger und Franz Siemen, Boppard, Tel. 06742 8786-15 oder 21, und Markus J. Müller, Simmern, Tel. 06761 919692, oder auf www.caritas-rhn.de.

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