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Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiert

Johannes Link, Ortsvorsteher HolzfeldHolzfeld. Wenn ich gewusst hätte, dass man mit Petitionen mehr erreichen kann als mit ordentlichen Sitzungen, fairen und offenen Gesprächen und penibler Verwaltungsarbeit, hätte ich mir und dem Ortsbeirat die Mühen und die unzähligen Stunden sparen können, in denen wir an einer Lösung für unseren ÖPNV arbeiten. Auch andere Themen funktionieren wohl besser, wenn sie für einen Wahlkampf aufgebauscht werden. 

Auch in Holzfeld sind wir alle nicht immer einer Meinung; auch wir können streiten und jahrelang nicht mehr miteinander reden – aber ich weiß auch, dass wir zusammenhalten, persönliche Differenzen vergessen und gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn darauf ankommt. Ich wäre mir daher sicher, dass wir all unsere Anliegen auch mit genügend Wählerstimmen an allen Gremien vorbei direkt auf die Tagesordnung des Stadtrats bekämen – und wenn man uns dann immer noch keine Beachtung schenken würde, würden wir aufstehen, unsere Sachen packen und uns einer Nachbargemeinde anschließen.

Das will natürlich keiner und ich entschuldige mich auch direkt für diesen Sarkasmus. Aber allmählich komme ich an die Grenzen bei meiner OV-Tätigkeit, um diese bestmöglich und mit Rückgrat zu erfüllen – also ohne in Körperöffnungen von Menschen kriechen oder gar Dritte vor den Karren spannen zu müssen. 

Dem Ortsbeirat, einigen Verwaltungsmitarbeitern und dem Bauhof bin ich dankbar, dass zumindest die laufenden Geschäfte reibungslos funktionieren und mir der Spaß an dem Amt noch nicht abhandengekommen ist. Somit bleibt auch die Hoffnung bestehen, dass wir unsere Themen irgendwann zielführend erledigt bekommen. 

Jahresrückblick 2020 und -ausblick 2021 

Normalerweise hätte spätestens am vergangenen Wochenende unser Neujahrsempfang stattgefunden. Gemeinsam mit unseren Vereinen habe ich in den vergangenen Wochen an einer Infobroschüre gearbeitet, in der wir unsere Arbeiten aus 2020 vorstellen und einen Ausblick auf das laufende Jahr werfen möchten. Dieses Heft ist seit geraumer Zeit druckfertig und wird, sobald es bei mir eingetroffen ist, schnellstmöglich verteilt. 

Leinenpflicht für Hunde 

Vor geraumer Zeit wurde ich gebeten, auf die Leinenpflicht hinzuweisen. Zwar halten sich alle mir bekannten Hundebesitzer vorbildlich an diese Vorgabe, aber scheinbar gibt es auch Ausnahmen. Welche Rolle ein Tier im Leben eines Halters spielt, ist für viele nicht immer nachvollziehbar. Dass die Leinenpflicht für das vierbeinige Familienmitglied auch schon einmal vergessen wird, ist mit Sicherheit keine böse Absicht. Ich möchte die Besitzer aber daran erinnern, dass es auch Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben. Auch die Aussage „der macht nichts“ kann, je nachdem welchem Stress der Hund ausgesetzt ist, schnell zu einer Fehlinterpretation werden. Ich bitte daher um Beachtung der Leinenpflicht und ggf. um einen freundlichen Hinweis an den Halter, sollte er diese einmal vergessen.

Hausmüll in öffentlichen Mülleimern

Vergangene Woche wurde ich von einer städtischen Mitarbeiterin informiert, dass im Mülleimer am Gemeindehaus privater Hausmüll entsorgt wurde. Während sich der OBR für die Einrichtung weiterer Entsorgungsmöglichkeiten einsetzt, ist es kontraproduktiv, wenn Bürger diese nutzen, um ihre persönlichen Müllkosten zu reduzieren. Ich bitte dies zu unterlassen.

Johannes Link, Ortsvorsteher

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