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Weiterbildungsverbund für Mediziner in Allgemeinmedizin stärkt Region

Simmern. 36 Monate Weiterbildung im stationären Bereich der Inneren Medizin und 24 Monate in der ambulanten hausärztlichen Versorgung sind in Rheinland-Pfalz für angehende Allgemeinmediziner zwingend vorgeschrieben. Die erforderlichen Weiterbildungsabschnitte in Kliniken und Praxen müssen die Ärzte selber organisieren. In der Regel ist das mit Arbeitgeberwechseln, erneuten Bewerbungsverfahren und mit Umzügen verbunden.

„Als ich auf der Homepage gelesen habe, dass sich die Hunsrück Klinik mit niedergelassenen Arztpraxen zu einem Weiterbildungsverbund zusammengeschlossen hat, war für mich klar, dass ich mich dort bewerbe“, erklärt Laura Endres, die nur 22 Kilometer von Simmern entfernt wohnt. Seit Anfang 2020 verstärkt sie als Ärztin in Weiterbildung das Ärzteteam der Inneren Medizin in Simmern. 

Mit einem individuellen Rotations-Dienstplan wird sie fit gemacht für ihre zukünftige Arbeit als Hausärztin. So kann die 30-Jährige in der HNO-Praxis Lippel & Bugarschi (Simmern) ebenso hineinschnuppern, wie beim Kardiologen Dr. Roman Born (Kastellaun), dem Urologen Dr. Andreas Pullig (Praxis Pullig/Sehn, Simmern), beim leitendenden Notarzt des Rhein-Hunsrück-Kreises Dr. Brenner (Hausärztliches MVZ Dr. Brenner) oder dem Experten für Flugmedizin Dr. Roman Krämer (Ärzteteam Büchenbeuren). Auch die Praxen Höltz-Röhrig und Kollegen (Rhaunen), Müller/Mühlbauer (Kastellaun), Dr. Cordes (Simmern) sind im Weiterbildungsverbund. 

Ausbildungspraxen sichern ärztliche Facharztausbildung in der Region
Unter der Koordination von Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologe an der Hunsrück Klinik, engagieren sich acht regionale Arztpraxen aktiv für den Erhalt der allgemeinmedizinischen Ausbildung in der Region. Sie haben sich deshalb im sogenannten Weiterbildungsverbund Simmern zusammengeschlossen. Gemeinsam bieten sie den angehenden Fachärzten für Allgemeinmedizin eine strukturierte Weiterbildung, basierend auf einem individuellen Rotationsplan und mit festen Ansprechpartnern. Ziel des Verbundes ist es, junge Ärzte breit gefächert auszubilden und langfristig für eine Praxisübernahme zu begeistern. 

Für Laura Endres steht bereits fest: Nach Abschluss der insgesamt fünfjährigen Weiterbildung will sie eine Hausarztpraxis im Hunsrück eröffnen. Sie ist in der Region verwurzelt, hat ihre Ausbildung zur Rettungsassistentin in Bad Kreuznach absolviert und im nahen Mannheim studiert. Endres schätzt die Abwechslung in der Inneren und die kollegiale Zusammenarbeit im Team. „Dass ich die Ansprechpartner und Arbeitsweisen im Haus kenne, wird mir später in der eigenen Praxis zugutekommen. Kommunikationswege, Rücksprachen oder der Austausch über mögliche Behandlungsverfahren werden so einfacher.“

Das sind viele gute Gründe, die Weiterbildung an der Hunsrück Klinik zu absolvieren, proklamiert Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt der Inneren Medizin. „Wir bieten angehenden Allgemeinmedizinern für die Zeit der Weiterbildung eine Komplettlösung, bei der sie viele Fachbereiche kennenlernen und umfassend betreut werden. Die auszubildenden Ärzte werden organisatorisch entlastet, da es keine wiederkehrenden Bewerbungsverfahren gibt. Das erleichtert ihnen den Übergang zwischen den Einrichtungen und sorgt auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig sichern wir mit dieser Initiative auch die ärztliche Facharztausbildung und damit die Versorgung der Patienten im Hunsrück.“ 

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