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Neubau für Verwaltungsgebäude soll vorbereitet werden

Neubau für Verwaltungsgebäude soll vorbereitet werdenSt. Goarhausen. Einstimmig hat der Verbandsgemeinderat Bürgermeister Mike Weiland in der jüngsten Sitzung den Auftrag erteilt, einen Neubau für das Verwaltungsgebäude St. Goarshausen anzustreben. Dem waren viele Gespräche vorangegangen, um die Beschlussfassung sehr wohl auszuloten und vorzubereiten.

„Seit der Vorstellung des Wirtschaftlichkeitsgutachtens zur Sanierung des bestehenden Gebäudes Dolkstraße 3 am 1. Oktober, bei dem die Sanierungsvariante im saldierten Ressourcenvergleich, der maßgebend ist, abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet war, hat es auf meine Einladung hin vier Sitzungen des Ältestenrates gegeben, die sehr sachlich, konstruktiv und zielorientiert verliefen“, so Bürgermeister Mike Weiland.

Dazwischen hätten die Fraktionen sich mit den Argumenten beschäftigt. Ziel sei es gewesen, nach dem Ausschlussverfahren diejenigen Varianten auszuschließen, die keine Ratsmehrheit erfahren würden, sodass man seitens der Verwaltung zielgerichtet eine Beschlussvorlage vorlegen konnte.

Der Verbandsgemeinderat, dem auch eine Bau- und Umweltausschuss- sowie zwei Haupt-, Finanz- und Personalausschuss-Sitzungen vorangegangen waren, in der das Thema ausgiebig beraten worden war, schloss sich einstimmig der von Bürgermeister Mike Weiland und der Verwaltung vorgelegten Beschlussvorlage an, die nun folgende weitere Schritte vorsieht: Die Sanierung ist aus wirtschaftlichen Gründen vom Tisch.

Die Ein-Standort-Lösung für alle Mitarbeiter an einem neutralen Standort wäre zwar die wirtschaftlichste Variante und auch Personalrat und Bürgermeister sehen diese als effizient an, jedoch steht dem das Fusionsgesetz und die Vereinbarung entgegen, weil hier zwei Standorte Bestand haben sollen. Unter Einbeziehung weiterer Gesichtspunkte findet diese Variante keine Mehrheit im Rat. Das Feuerwehrgebäude und das Verwaltungsgebäude St. Goarshausen auf der heutigen Fläche zusammen neu zu bauen, ist flächenmäßig leider nicht möglich.

Es sollen daher nun die im Wirtschaftlichkeitsgutachten beschriebenen Varianten „Neubau St. Goarshausen am selben Standort (Dolkstraße 3)“ oder „Neubau für die Mitarbeiter/innen des Standortes St. Goarshausen an einem neutralen Standort“ weiterverfolgt werden. Eine wesentliche Rolle spielten bei der Entscheidung natürlich auch die Meinungen des Fördermittelgebers Land und des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz. Auch hatte sich Bürgermeister Weiland hinsichtlich der Standortfrage zu Gesprächen mit den Stadtspitzen von St. Goarshausen und Braubach getroffen.

Neben dem Grundsatzbeschluss wurde Bürgermeister Mike Weiland nun vom Rat beauftragt, einerseits mit der Stadt St. Goarshausen wegen des Ankaufs des Gebäudes Dolkstr. 3 und andererseits mit dem privaten Eigentümer eines Grundstückes in St. Goarshausen in der Wellmicher Straße Kaufpreise zu verhandeln. Nach dem vorliegenden Ergebnis der Kaufverhandlungen erfolgt die weitere Entscheidung durch den Verbandsgemeinderat. „Bis dahin ist es noch ein Stück Weg“, so Mike Weiland, denn er wolle auch mit den Baugenehmigungs- und Zuwendungsbehörden weitere Gespräche führen, um die Bebaubarkeiten der Grundstücke zu vertiefen.

Beschluss zum Neubau Feuerwehrgerätehaus

Neubau für Verwaltungsgebäude soll vorbereitet werdenEinstimmig hat der Verbandsgemeinderat auch die weitere Vorgehensweise für einen Neubau des Feuerwehrhauses St. Goarshausen verabschiedet, die von der Verwaltung um Bürgermeister Mike Weiland vorgeschlagen worden und als Beschlussvorlage gereicht wurde. Auch dieses Thema war Gegenstand aller vorbereitenden Gespräche und Sitzungen seit 1. Oktober unter der Leitung des Bürgermeisters gewesen und somit umfassend vorberaten.

„Die Projekte sind aufgrund der infrage kommenden Grundstücke immer ein Stück weit zusammen zu betrachten und dennoch darf man nicht Fehler der Vergangenheit wiederholen und beide Projekte gegeneinander ausspielen“, so Weiland. Unterschiedliche Förderwege, die Dauer der Planungen und die Zeit bis Zuwendungsbescheide vorliegen, würden schon von alleine unterschiedliche Zeitschienen ergeben, so der Bürgermeister weiter. Wichtig sei es, beide Projekte auf den Weg zu bringen, weil es die Feuerwehr und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung längst verdient hätten, neue Unterkünfte zu beziehen.

Der Verbandsgemeinderat beschloss schließlich einstimmig, das Büro Koch Architekten, Rengsdorf, zu einem Preis von 8.500 Euro netto mit der Erstellung einer wirtschaftlichen Untersuchung für zwei mögliche Grundstücke für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses St. Goarshausen zu beauftragen. Es handelt sich um die jeweils im privaten Eigentum befindlichen Grundstücke in der Nastätter Straße (ehemalige Gärtnerei) und in der Wellmicher Straße (neben Autohaus). Der Bürgermeister wird gebeten, weiterhin hinsichtlich eines möglichen Grundstückskaufs mit beiden privaten Eigentümern in Kontakt zu bleiben. Vor der Beschlussfassung betonte Mike Weiland, dass auch der Vorschlag der grundlegenden Vergleichsuntersuchung beider Standorte die Zustimmung des Rechnungshofes sowie der ADD und SGD findet. 

Ein Ergebnis soll hierzu bereits bis Mitte/Ende Januar 2021 vorliegen. Dann will Bürgermeister Mike Weiland mit der Feuerwehr und den Ratsgremien sämtliche Ergebnisse besprechen und ebenfalls wieder für zügige weitere Entscheidungen sorgen. „Ich bin sehr froh, all diese Entscheidungen in so kurzer Zeit und im konstruktiven Miteinander mit allen Betroffenen, dem Personalrat der Verwaltung, der Feuerwehr und den politischen Fraktionen auf den Weg gebracht zu haben“, betonte Mike Weiland nach der Ratssitzung. Dies sei ein schönes Signal für alle zum Jahresschluss und jeder wisse, wie es nächstes Jahr weitergehe.

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