Start Regionales Boppard Bikepark: Mit dem Bike runter, mit Leidenschaft rauf

Bikepark: Mit dem Bike runter, mit Leidenschaft rauf

Boppard. Die Turngesellschaft Boppard hat es geschafft. Beim Wettbewerb

 „Verein des Monats” wurde sie mit ihrem Projekt „Sanierung der Mountainbike-Strecke” für die Endrunde ausgewählt, die im Oktober stattfindet. Immerhin geht es um ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und Sachspenden einer Sportartikelfirma in Höhe von 5.000 Euro.

Von März bis November werden von der sportaffinen Institution Vereinsleben monatlich fünf Vereine aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgewählt, die per online-Abstimmung die letzte Hürde nehmen. Die TG Boppard ist im Oktober dabei und hofft auf starke Unterstützung durch die Vereinsmitglieder, mit ihren Verwandten und Bekannten und alle Interessierten, die einen in der Region und für die Region aktiven Verein unterstützen wollen. Bekannt ist die TG mit ihren über eintausend Mitgliedern vor allem durch die Veranstaltungen für jedermann, die im Sommer durchgeführt werden: Sebamed Mailauf, Cross-Country-Berglauf-Run an die Kohle, 24-Stunden-Wanderung, Sebamed-Kids-Race und ab kommendem Jahr Sebamed-Cross-Country-Lauf. Die aktuelle Abstimmung, das sogenannte Voting, wird von Vereinsleben durchgeführt. Nach einer einmaligen Registrierung kann ein und dieselbe Person tagtäglich bis zum 31. Oktober im Laptop oder Handy abstimmen. Die Sparda-Bank, der Landessportbund, bigFM und RPR1 tragen die Aktion.

Die TG Boppard hat sich mit dem Schlagwort „Mit dem Bike runter, mit Leidenschaft rauf” um den Titel „Verein des Monats” beworben. Es geht um den in der Sanierung befindlichen Bikepark Boppard am Vierseenblick. Seit dem Jahr 2004 besteht dieser und findet mittlerweile deutschlandweite, ja sogar internationale Anerkennung. Nicht zuletzt profitiert der Tourismus in der Stadt von dem attraktiven Angebot. Zahlreichen Jugendlichen bieten die unterschiedlichen Trails Gelegenheit zur Freizeitgestaltung und zu sportlichem Training. Grundsätzlich ist die Nutzung kostenfrei, da die Sportstätte, im Eigentum der Stadt, durch den Sportverein Turngesellschaft Boppard 1892 e.V. betreut wird. Regelmäßige Nutzer des Bikeparks werden gebeten, dem Verein beizutreten. Wer auf der Strecke sein Können unter Beweis stellen will, ist lediglich an wenige Auflagen wie zum Beispiel das Tragen eines Helmes gebunden. Der Umwelt zuliebe und wegen Erosionsgefahr darf die Anlage mit Eintritt der Dämmerung beziehungsweise im Winter nicht  befahren werden.

 

Der Bikepark Boppard bietet

  • Einen Dirtpark mit Tables für Anfänger und eine Doubleline für Fortgeschrittene. Die Sprungweite liegt bei cirka vier Meter. Weiterhin gibt es eine Profiline mit einer Wingbox. Umrundet wir der Dirtpark von einem anspruchsvollen Pumptrack.
  • Die über einen Kilometer lange Freeridestrecke ist angenehm zu befahren, und die meisten Sprünge sind als Tables angelegt. Doubles kann man umfahren. Insgesamt ist die Strecke für jede Leistungsstufe eine Herausforderung.
  • Der kleine Freeride ist eine Verbindung vom Sessellift zum Dirtpark. Als Übungsstrecke für Anfänger ist er bestens geeignet. Profis finden darin eine Verbindung zum Park, die Lust auf mehr macht.

Nach 15 Jahren steht eine Sanierung des Parks an. Der Dirtpark und die Downhill-Strecke sollen in einen qualitativ hochwertigen, gegenüber 2004 leicht abgeänderten und nachhaltigen Zustand gebracht werden. Dazu sind viele Einzelmaßnahmen erforderlich, die nur durch Fachleute, also die Biker selbst, umgesetzt werden können. Hauptursache für die Sanierung ist der Zustand der Starttürme und Hindernisse aus Holz, die aufgrund von Verwitterung den Sicherheitsvorgaben nicht mehr gerecht werden. Der Turm soll aus Haltbarkeitsgründen aus Stahl gebaut und mit Bäumen verblendet werden, um der Einbindung in die Waldlandschaft gerecht zu werden. Die Trockenheit lässt eine Pflanzung erst im Herbst zu.

Die Hindernislandschaft im Dirtpark wird erneuert. Es werden fünf parallel verlaufende Trails mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angelegt. Dazu werden die Hills neu aufgebaut, und vornehmlich die Kronen aus speziell ausgesuchtem Material fixiert. Die Kunst des Konstrukteurs liegt in der Herausforderung, einen für Extrembelastungen bedarfsgerechten Materialmix anzumischen, der die Hills auf Dauer fixiert, auch bei Aufkommen von Rissen während lang anhaltender Trockenheit. Dennoch wird im Fall andauernder hoher Temperaturen eine künstliche Bewässerung mit Wasser aus einem großen Wassertank erforderlich, den die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Boppard nach Bedarf nachfüllt. Die Hindernisse in dem Downhilltrail werden ebenfalls erneuert, insbesondere werden die Hölzer weitgehend entfernt und durch Bodenaufwürfe ersetzt. Leitergestelle bleiben in Holz erhalten.

Die Maßnahmen werden ausnahmslos durch Biker vor Ort ausgeführt. Unter Regie des erfahrenen Bikers Amir Kabbani, weltweit unter den Top Ten, haben sich etwa zehn Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren an die Arbeit gemacht und setzen die Planung um. Mit bewundernswertem Einsatz erledigen sie mit Hammer und Nagel, Hacke und Schippe die Holz- und Erdarbeiten. Dazu fahren sie selbstverständlich mit dem Bike zur Baustelle. In Folge des ehrenamtlichen Einsatzes der Jugendlichen kann der Verein das Projekt günstig finanzieren. Die Hauptlast trägt ein Sponsor, der dem Verein das Stahlgerüst zu einem Vorzugspreis geliefert hat. Den Turm haben die Jugendlichen in Eigenleistung unter Einbindung von Maschinen und Geräten Dritter gebaut. Die benötigten Hölzer hat der Verein finanziert, ebenso Leihgebühren für die Maschinen. Weitere Kosten verursacht der Ankauf der Pflanzen, die die Jugendlichen in den Boden einbringen werden, soweit der Boden die nötige Feuchtigkeit aufweist.

Unter www.vereinsleben.de gibt es die komplette Projektbeschreibung. Jeder Interessierte kann sich auf dem Laptop oder im Handy einmalig registrieren und täglich bis zum 31. Oktober abstimmen. Mit deinen Stimmen und 10.000 Euro bewegt die TG Boppard noch mehr.

QR-Code zum Wettbewerb Vereinsleben

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