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Marienberg startet mit iPad-Klasse

Boppard. Pünktlich zum Start der Präsenzphase für die gesamte Schulgemeinschaft geht an Boppards Bistumsschule die erste iPad-Klasse an den Start. Benedikt Lauer, Klassenlehrer der Klasse 8b, koordiniert am Marienberg die Pilotphase für digitales Lernen mit Tablets. Rund 8.500 Euro kostet die Ausstattung der Klasse mit digitalen Endgeräten. 1.000 Euro spendete dafür das Partnerunternehmen der Schule, die BOMAG aus Buchholz. 3.500 Euro zahlte der schuleigene Förderkreis und 600 Euro die Stiftung der Schule. Den Rest von 3.400 Euro übernahm das Bistum als Schulträger.

Marienberg startet mit iPad-Klasse„Dem Bistum als Schulträger war es wichtig, dass in dieser Testphase alle Schülerinnen und Schüler kostenlos ein Leihgerät für zwei Jahre zur Verfügung gestellt bekommen“, freut sich Schulleiterin Kerstin Ollmann über das finanzielle Engagement der Geldgeber. Die Ausstattung sei das eine, jetzt komme es aber vor allem auf den Einsatz im Unterricht an. Mit Benedikt Lauer habe ein Lehrer die Koordination übernommen, der bereits zahlreiche Fortbildungen besucht hat, um die iPads nicht allein als Buch- und Heftersatz zu nutzen. „Digitaler Unterricht setzt auf interaktives Lernen, auf Dateimanagement und Feedback im online-Format“, erklärt Lauer. Lehrer und Schüler müssten ganz neue Wege gehen. Der Marienberg sei dazu bereit. 

„Nach eineinhalb Jahren Ausnahmezustand in Folge der Coronakrise wollen wir aber für alle Beteiligten, Schüler, Lehrer und Eltern, schrittweise die Digitalisierung vorantreiben“, betont Ollmann die Entscheidung, zunächst mit einer Testklasse zu starten. Ein Jahr lang werden Kollegen mit der Klasse Erfahrungen sammeln. Nach den Erfahrungen werde dann sukzessive die Schule auf iPad-Klassen umstellen.

Marienberg startet mit iPad-KlasseDie Schüler der Klasse 8b sind begeistert. „iPads bereiten uns optimal auf die spätere Berufswelt vor“, ist beispielsweise der Achtklässler Tim Hammes überzeugt. Studien der Bertelsmann Stiftung zufolge fordern bereits heute 70 Prozent der Stellenanzeigen für Berufseinsteiger technisches Know-how. Katja Hahn, Personalleiterin der BOMAG GmbH, hebt daher hervor: „Um die Schülerinnen und Schüler auf die digitale Arbeitswelt adäquat fortzubereiten, unterstützen wir unsere Patenschule gerne.“ Die Schule engagiere sich stets gewinnbringend in puncto Berufsorientierung. Bereits bei Berufspraktika, Bewerbertagen, Werksbesuchen und weiterem gebe es einen regen Austausch zwischen Schule und der BOMAG. Einen Beitrag bei der Digitalisierung der Patenschule zu leisten, sei ihnen daher ein besonders Anliegen.

Das Geld entgegengenommen hatte die ehemalige Schulleiterin des Marienbergs und jetzige Vorsitzende der schuleigenen Stiftung, Magdalena Mohr-Quadt, sowie der Stiftungsschirmherr Dieter Dieler. Sowohl der Förderkreis der Schule als auch die Schulgremien haben das Hauptinteresse, die Bistumsschule Marienberg auf ihrem Weg in die Zukunft zu unterstützen.

„Die Schule der Zukunft ist digital“, das wissen auch die medienverantwortlichen Lehrer der Schule, Mirko Herbel und Matthias Wunsch. Corona habe da einen unglaublichen Schub gebracht mit Einführung der Lernplattform Moodle und dem Videokonferenzsystem Big Blue Button. Das sei aber erst der Anfang. „Auch als Bistumsschule integrieren wir uns in den Schulcampus Rheinland-Pfalz“, so Herbel. Der Marienberg sei Medienkompetenzschule des Landes und als solche bereits mit Whiteboards in allen Klassen- und Fachräumen ausgestattet.

Das Medienkonzept der Schule sehe von der 5 bis zur 10 Schwerpunkte in der Informatorischen Bildung mit PC-Führerschein und Einführungen in alle gängigen Office-Programme vor. „Realschule verpflichte sich der realen Bildung, d.h. der Vorbereitung auf das Berufsleben“, betont Schulleiterin Ollmann. „Wir Eltern begrüßen, dass unsere Kinder am Marienberg möglichst optimale Voraussetzungen haben, um später im Berufsleben gut zu starten“, freut sich daher die Klassenelternsprecherin Jutta Seibert über diesen neuen Vorstoß der Schule in digitaler Bildung.

„Insgesamt befindet sich der Marienberg in einem Prozess der Neuorientierung“, erklärt Anja Dausner-Hammes, die neben Schulseelsorge und Öffentlichkeitsarbeit auch qualifiziert ist für Schulentwicklung. Die Corona-Krise erfordere von Schulen, und damit auch vom Marienberg, sich neu in der Schullandschaft zu positionieren und digitales Lernen als Form des eigenverantwortlichen Lernens in das Schulkonzept einzuarbeiten. In den nächsten Jahren arbeite das Kollegium daher mit Schülern, Eltern und Schulträger an einem Marienberg 2.0. „Aber auch ein Marienberg 2.0 wird vom Charakter her weiterhin auf individuelles Miteinander und familiäre Atmosphäre setzen“, erklärt Schulleiterin Ollmann abschließend. 

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