Start Politik + Wirtschaft Reede Bad Salzig: SPD-Bundestagskandidat hat Verkehrsminister Andreas Scheuer eingeschaltet

Reede Bad Salzig: SPD-Bundestagskandidat hat Verkehrsminister Andreas Scheuer eingeschaltet

Bad Salzig. Am Rheinufer in Bad Salzig hat sich der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Bundestagskandidat der Sozialdemokraten im Wahlkreis 200, Michael Maurer, über den geplanten Ausbau der Reede Bad Salzig informiert. Ortsvorsteher Andreas Nick hatte in seiner Eigenschaft als SPD-Ortsvereinsvorsitzender zu dem Treffen eingeladen.

Reede Bad Salzig: SPD-Bundestagskandidat hat Verkehrsminister Andreas Scheuer eingeschaltetNick, Vorstandsmitglied Peter Gras und Alfred Fuchs als Vertreter der Initiative „#gegenReede2.0“ erläuterten die Pläne der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, die vier Reeden am Bad Salziger Rheinufer wesentlich zu erweitern. In der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen das Vorhaben. Maurer nahm das Treffen und mehrere sich anschließende Gespräch zum Anlass, in einem Schreiben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer um Unterstützung zu bitten, damit die Planung überprüft und angepasst wird.

Der SPD-Bundestagskandidat schreibt unter anderem: „Die Kritik der Bürgerinnen und Bürger richtet sich vor allem gegen das Ausmaß der geplanten Maßnahme. Konkret sollen 47 Dalben (in den Rhein gerammte Säulen, die das Niveau der Bundesstraße 9 um zirka drei Meter überragen) mit Landgangstegen errichtet werden. Diese Baumaßnahme würde die komplette Rheinansicht von Bad Salzig verändern – und sicher nicht zum Vorteil, darüber sind sich parteiübergreifend alle Kritikerinnen und Kritiker einig.

Die derzeitige Planung würde das Ortsbild von Bad Salzig verschandeln und ist deshalb nicht hinnehmbar. Zwischenzeitlich hat sich auch eine überparteiliche Bürgerinitiative formiert, die Initiative „#gegenReede2.0“, die die Bevölkerung informieren und gegen die derzeitigen Planungen vorgehen will. Vertreter dieser Initiative haben mir das Ausmaß der Planungen bei einem Termin vor Ort eindrucksvoll erläutert. Daher teile ich die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger.“

Michael Maurer bittet den Bundesverkehrsminister um Unterstützung, dass die jetzige Planung in diesem Umfang nicht umgesetzt werde. Konkret würden aus der Bevölkerung heraus die Wünsche geäußert, dass die Planungen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nochmals überprüft und überarbeitet werden. „Alternativstandorte sollen einbezogen werden, und die Ortsmitte muss unbedingt frei bleiben. Hier ist eine Ausdehnung der Reeden nördlich und südlich der Ortslage denkbar. Schwimmende Pontons anstelle der massiven Landgangstege würden das Bild deutlich entschärfen. Ein weiterer Vorschlag sind absenkbare Dalben, wie sie bereits anderenorts erfolgreich eingebaut wurden“, so Maurer.

Nicht unerwähnt lässt der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende, dass Bad Salzig „sozusagen im Herzen des Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal liegt“. Maurer: „Direkt an der mittleren Ortseinfahrt gibt es eine Sichtachse zum Kloster Kamp-Bornhofen und dem Burgenensemble ‚Feindliche Brüder‘. Dieses landschaftlich großartige Idyll sieht die Bevölkerung in akuter Gefahr.“

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