Start Politik + Wirtschaft Landeshauptarchiv in Koblenz übernimmt Archiv von SOLWODI Deutschland 

Landeshauptarchiv in Koblenz übernimmt Archiv von SOLWODI Deutschland 

Boppard. Das Archiv der internationalen Menschenrechts- und Frauenhilfsorganisation SOLWODI Deutschland geht an das Landeshauptarchiv über. Gründerin der etablierten Organisation SOLWODI (19 Fachberatungszentren und sieben Schutzhäuser in Deutschland) ist die Ordensfrau Dr. Dr. h.c. mult. Lea Ackermann. Durch die Übernahme des Archivs ist sichergestellt, dass Unterlagen zur Gründung, Weiterentwicklung und langjährigen Arbeit der Organisation dauerhaft erhalten bleiben. 

Landeshauptarchiv in Koblenz übernimmt Archiv von SOLWODI Deutschland

In absehbarer Zeit sollen die Unterlagen für die Nutzung im Lesesaal des Landesarchivs zur Verfügung stehen. Dazu muss das Archivgut zunächst verzeichnet, das heißt inhaltlich beschrieben, werden. Personenbezogene Unterlagen werden mit Sperrfristen versehen, um die betroffenen Gewaltopfer zu schützen. Die Ergebnisse der Erschließungsarbeit werden über die Archivdatenbank online zugänglich gemacht und in Internetportalen nachgewiesen, sodass online nach den archivierten Unterlagen recherchiert werden kann.

Nach einer ersten Übersicht dokumentiert der Bestand SOLWODI Deutschland durch Akten, Fotos und Plakate unter anderem Sr. Dr. Lea Ackermanns weitgespannte Aktivitäten, ihre Korrespondenz und Publikationen, das Presseecho, das Fundraising, die Arbeit einzelner Fachberatungsstellen, Reisen zu Projektstandorten in Kenia sowie Veranstaltungen und Projekte in Deutschland und Osteuropa. 

Auch die Teilnahme an UN-Weltfrauenkonferenzen in Nairobi und Peking, die Präsenz auf Kirchentagen und Kongressen, die Mitgliedschaft in Arbeitskreisen, wissenschaftliche Studien zu Frauenhandel und Prostitution sowie zahlreiche Stellungnahmen zur Gesetzgebung im Bereich Prostitution finden sich in den Archivunterlagen.

Das Landeshauptarchiv Koblenz ist das Ministerialarchiv des Bundeslandes und als Regionalarchiv für das nördliche Rheinland-Pfalz zuständig. In seinen Magazinen verwahrt es über 50 Regalkilometer Schriftgut vom frühen Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Es steht interessierten Bürgern zu wissenschaftlichen und privaten Forschungen offen.

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