Start Politik + Wirtschaft DEHOGA widerspricht Tourismusbeauftragtem und NGG

DEHOGA widerspricht Tourismusbeauftragtem und NGG

Präsident Haumann: „Corona treibt seltsame Blüten“

Bad Kreuznach. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß geht von einem aktuellen Buchungsstand der Hotellerie in Deutschland von 70 – 80% aus und fordert daher die Öffnung der europäischen Grenzen, um Buchungen auch im Ausland schon für diesen Sommer wieder zuzulassen. Dem widerspricht DEHOGA-Präsident Gereon Haumann: „Diese Zahlen treffen nicht auf die Hotellerie in Rheinland-Pfalz zu. Die Auslastungszahlen für die Sommermonate liegen bei unseren Hotels deutlich unter 50 Prozent.”

Herausforderung und Chance – für Rheinland-PfalzHotel
“Um gegenüber anderen Bundesländern sowie den Nachbarländern nicht in einen Wettbewerbsnachteil zu geraten und so potenzielle Gäste zu verlieren, die wegen des eingeschränkten Angebots nicht buchen, ist die zeitnahe Öffnung der Wellnessangebote unserer Hoteliers unbedingt erforderlich. Die Landesregierung hat heute in diesem Punkt nachgebessert und die Öffnung der Wellnessbereiche zum 10. Juni in Aussicht gestellt.  Damit  wird eine wichtige DEHOGA Forderung umgesetzt. Unsere zehn touristischen Destinationen bieten einzigartige Urlaubserlebnisse“, so Haumann und hofft, dass das angebotene Gesamtpaket aus Urlaub und kulinarischem Erlebnis nachhaltig Gäste nach Rheinland-Pfalz bringt. „Es gibt keinen Grund für den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung für einen Urlaub im europäischen Ausland zu werben. Ich habe kein Verständnis für dieses Statement von Thomas Bareiß!“

Für Rheinland-Pfalz sind Tourismus und Gastgewerbe eine wichtige wirtschaftliche Säule und sichern über 150.000 Arbeitsplätze. Jede vierte bis fünfte. Familie bezieht ein Haupt- oder Nebeneinkommen aus dem Tourismus. Nach vier langen Wintermonaten mit weit unterdurchschnittlicher Auslastung und acht Wochen Corona-bedingter Schließung ohne jeden Umsatz freuen wir uns, heute gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, endlich wieder für unsere Gäste da sein zu dürfen. In dieser vagen Situation „warnt“ die Gewerkschaft vor Mehrarbeit für die Beschäftigten der Branche, die seit dem verordneten Lockdown gezwungenermaßen in Kurzarbeit geschickt werden mussten. Die NGG wirft der Arbeitgeberseite jetzt vor, die Wiedereröffnung der Betriebe auf dem Rücken der Mitarbeiter voranzutreiben. 

„Unverständlich und in dieser nach wie vor prekären Situation völlig deplatziert. Corona treibt seltsame Blüten“, setzt Gereon Haumann den Vorwürfen der NGG ein klares Statement entgegen: „Allein die Einhaltung der vorgegebenen Mindestabstandsregelungen wird zu einer deutlichen Reduzierung der vor Corona anzutreffenden Gästeanzahl führen. Zudem: unsere Betriebe ermöglichen aufgrund des persönlichen Engagements der Unternehmerinnen und Unternehmer eine schnellstmögliche Erfüllung der Auflagen und damit Wiedereröffnung der Betriebe. Dies erfolgt gerade auch vor dem Bestreben der Arbeitgeber, die Beschäftigten aus der Kurzarbeit, die – nicht zuletzt von der NGG moniert – mit empfindlichen finanziellen Einbußen verbunden ist, schnellstmöglich wieder herauszuholen. Die NGG ignoriert das hohe Engagement unserer Gastgeber und missachtet die berechtigten Interessen der Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe“.

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