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CDU will Beitragsfreiheit für Nachmittagsbetreuung

Initiative zur Entlastung von Familien im Rhein-Hunsrück-Kreis – Bracht stellt parlamentarische Anfrage an die Landesregierung

Kreis. Die CDU setzt sich für die vollkommene Beitragsfreiheit für die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen ein. Eine entsprechende Initiative zur Entlastung von Familien startet die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag.

CDU will Beitragsfreiheit für Nachmittagsbetreuung

„Für Grundschülerinnen und -schüler endet der Unterricht meist um die Mittagszeit. Das bereitet vielen Eltern Probleme, denn das Unterrichtsende ihrer Kinder deckt sich kaum mit dem Ende der eigenen Arbeitszeit“, begründen der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht und der CDU-Kreisvorsitzende Tobias Vogt die Initiative. 

Die Christdemokraten verweisen dabei auf die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies stelle für Eltern oftmals nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung dar. „Das ist ein Problem, denn die Frage, wie sich Familie und Arbeit unter einen Hut bringen lassen, ist für Eltern oftmals nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine finanzielle.“ 

„So vielfältig und unterschiedlich die Kinder sind, so vielfältig und unterschiedlich sind auch die Nachmittagsangebote zur Betreuung bei uns im Rhein-Hunsrück-Kreis. Während die Ganztagsschule für die Eltern kostenfrei ist, sind die verschiedenen anderen Modelle der Nachmittagsbetreuung kostenpflichtig – so etwa die betreuende Grundschule“, erklären Bracht und Vogt. Die Christdemokraten verweisen darauf, dass in Rheinland-Pfalz jede dritte Familie auf diese kostenpflichtigen Angebote angewiesen sei. 

Daher schlägt die CDU-Landtagsfraktion eine deutliche Verbesserung vor. Der Bundestag hat entschieden, ab 2025 für alle Grundschüler einen Rechtsanspruch auf eine Nachmittagsbetreuung festzuschreiben. Vor diesem Hintergrund wollen die Christdemokraten das bestehende Ungleichgewicht ändern und die Beitragsfreiheit für die Nachmittagsbetreuung in Rheinland-Pfalz auf den Weg bringen – ein entsprechender Antrag der CDU-Landtagsfraktion wird im Landtag behandelt. Für den CDU-Vorstoß spricht, dass die betreuende Grundschule und der Schülerhort Eltern und Kindern ein flexibles Betreuungsangebot im Nachmittagsbereich samt Hausaufgabenbetreuung und Förderung bietet.

„Die vollkommene Beitragsfreiheit für die Nachmittagsbetreuung muss mit dem Beginn des Schuljahres 2021/22 möglich sein“, betonen Bracht und Vogt. Die CDU schlägt eine Finanzierung der Kosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro für die bislang kostenpflichtige Betreuung am Nachmittag aus dem Landeshaushalt vor. Erfasst sind dabei sowohl öffentliche als auch private Träger der Nachmittagsbetreuung und auch Kinderhorte. 

Der CDU-Abgeordnete Bracht hat sich nun mit einer parlamentarischen Anfrage an die Landesregierung gewandt, um zu erfragen, wie hoch die finanziellen Belastungen im Rhein-Hunsrück-Kreis für Familien sind, die ihre Kinder mit kostenpflichtigen Angeboten am Nachmittag betreuen lassen. „Größtmögliche Vielfalt, größtmögliche Vereinbarkeit und größtmögliche Verlässlichkeit – das ist unser Anspruch für Familien in Rheinland-Pfalz“, betonen die CDU-Politiker Hans-Josef Bracht und Tobias Vogt.

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