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Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg ist in großer Not

Wildpark und Greifvogelzoo in PotzbergRheinland-Pfalz. Die Maßnahmen, die die Politik gegen die unkontrollierbare Verbreitung des Coronavirus verhängt hat, machen ganzen Branchen erheblich zu schaffen. Einzelhandel, Frisöre, Fitnessstudios, das Hotel- und Gaststättengewerbe, Tourismus, der Veranstaltungs- und Kulturbereich und nicht zuletzt die Vereine leiden unter Zwangsschließungen. Auch Tiergehege und Zoos sind in Existenznot geraten. Wegen der ausbleibenden Einnahmen aus Eintrittsgeldern sind die laufenden Kosten kaum zu stemmen. Ein Beispiel: der Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg. „Wir können nur hoffen, dass wir bald wieder öffnen dürfen. Sonst sehe ich schwarz“, sagt Parkleiter Harald Schauß.

Der 55-Jährige redet nicht lange um den heißen Brei herum, im Gespräch mit dem RHA beschreibt er die aktuelle Situation als zunehmend dramatisch. „Ich habe Monat für Monat rund 20.000 Euro Fixkosten, aktuell aber keinerlei Einnahmen. „Alleine seit November musste ich 42.000 Euro für das Futter der Tiere aufbringen. Wenn nicht ganz schnell was passiert, sehe ich schwarz um die Zukunft.“

Es geht nicht nur um die Arbeitsplätze der zehn Beschäftigten, darunter drei Auszubildende zum Zootierpfleger. Harald Schauß hat immer das Wohl der 750 Säugetiere und 220 Greifvögel im Blick. Die spektakulären Flugshows, bei denen der Berufsfalkner den Besuchern das Leben der Greifvögel und die Bedeutung der Natur für uns Menschen anschaulich vermittelt, würde er lieber heute als morgen wieder anbieten. „Doch in Rheinland-Pfalz bremst uns die Politik aus. Wäre unser Wildpark nur 20 Kilometer weiter im Saarland, dürften wir öffnen. Dafür habe ich keinerlei Verständnis“, ärgert sich der erfahrene Parkleiter. „Da auch die versprochenen Hilfen zögerlich und nur teilweise angekommen sind, steht es nicht gut um die 30 Hektar große Anlage.

An guten Tagen in Normalzeiten kommen bis zu 1.200 Besucher täglich in den Wildpark- und Greifvogelzoo. „Bei den Shows kann es schon mal Gedränge geben. Aber auch ohne die Greifvogelshows haben wir einiges zu bieten. Gerade in Zeiten der Pandemie wäre ein Rundgang auf unserem Rundweg und der Kontakt mit den Tieren, beispielsweise im Streichelzoo, psychologisch besonders wertvoll. Die Pandemie macht doch auch deutlich, dass wir als Menschen umdenken müssen, die Natur respektieren und verstehen müssen. Dies ist bei uns im Wildpark Potzberg möglich“, so Schauß. Auch das Thema Abstands- und Hygieneregeln lässt der Parkleiter nicht als ausreichendes Argument für die anhaltende Zwangsschließung gelten. „Bei 1.000 Besuchern könnten wir dafür sorgen, dass 10 Meter Abstand eingehalten werden. Aber leider ist die Öffnung politisch nicht gewollt.“ Kein Wunder, dass er und sein Team frustriert ins benachbarte Saarland blicken.

In dieser existenziell extrem schwierigen Zeit freut man sich im Wildpark und Greifvogelzoo über Spenden. [za] Die Spenden werden ausschließlich zum Wohle der Tiere und der Erhaltung der Parkanlage genutzt: Spendenkonto DE81 5405 0110 0100 4348 51

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