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Ruandatag

Boppard. Das Land Rheinland-Pfalz hat seinen jährlichen, inzwischen traditionellen Ruandatag in Boppard gefeiert. Innenminister Roger Lewentz eröffnete das Fest mit einem Blick auf die aktuelle Situation in Ruanda und insbesondere mit Hinweisen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Land. Der Minister verabschiedete auch den langjährigen Vorsitzenden des Ruandavereins, dem Zusammenschluss aller Ruandavereine des Landes, Dr. Richard Auernheimer, in den Ruhestand. Die Nachfolge übernimmt der Bopparder Norbert Neuser. Er wird als erfahrener Europaparlamentarier die Kontakte nach Ruanda weiter fördern und ausbauen.

Der Botschafter des Landes Ruanda, Igor Cèsar, würdigte die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit des Landes Rheinland-Pfalz mit Ruanda und das besondere Engagement der vielen Vereine des Landes mit ihren Partnern in Ruanda. 

RuandatagDiese vielen, vom Botschafter angesprochenen Partnerschaftsvereine, im Land präsentierten an zahlreichen Ständen die Ergebnisse ihrer Partnerschaftszusammenarbeit in und vor der Stadthalle und auf dem Marktplatz der Stadt. Schulpartnerschaften, Projekte zu medizinischen Unterstützungen oder  zur Förderung von Tourismus oder Handwerk wurden vorgestellt,  Kaffee aus Ruanda, fair gehandelte Waren aus dem Eine-Welt-Laden in Bad Salzig oder Textilien „Made in Ruanda“ wurden den vielen Besuchern des Festes präsentiert. 

Wie die Zusammenarbeit mit den Partnern in Ruanda funktioniert und welche Wirkungen sie hat, stellten Lisa Weber und Mara Matthieß dem Publikum in einer eigenen Präsentation in der Stadthalle vor. Die zwei jungen Bopparderinnen waren mit einer der vom Freundeskreis Boppard-Nyabitekeri organisierten Jugendreisen in Ruanda. Sie präsentierten ihre Eindrücke vom Land, den „unglaublich“ freundlichen Menschen, von deren Lebensgewohnheiten oder der Kultur des Landes und von den durch Boppard unterstützten Projekten in der Partnerstadt.

Auch das besondere Projekt der Wasserversorgung wurde von ihnen vorgestellt. Der Freundeskreis hatte den Bau von Brunnen in der Partnerstadt angestoßen, um die Menschen dort mit fließendem Wasser zu versorgen. Finanziert wurde das Projekt mit viel Unterstützung durch Bopparder Bürger. Klaus Thomas, der Vorsitzende des Freundeskreises Boppard-Nyabitekeri konnte dazu mit einer ganz aktuellen Nachricht aufwarten: Der Kontaktmann des Freundeskreises in Ruanda, Pater Paulin Habimana, hatte aktuell mitgeteilt: „Seit gestern haben wir Wasser. Die Gemeinde, die Schulen, die Gesundheitsstation danken Euch sehr. Wir werden unser Bestes tun, dieses Wasser zu erhalten.“   

Insgesamt wurde dem zahlreichen Publikum ein buntes, interessantes und vielfältiges Programm rund um die seit fast drei Jahrzehnten bestehende Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda geboten. Den musikalischen Rahmen stellten die Musikgruppe Boppard unter Leitung von Olaf Bach und eine Ruandische Trommler- und Tänzergruppe. Begegnungen und Erfahrungsaustausch zu den Projekten der Graswurzelpartnerschaft sowie leckere ruandische Speisen kamen selbstverständlich nicht zu kurz.

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