Start Aktuell Pandemie drückt aufs Gemüt – positive Impulse helfen

Pandemie drückt aufs Gemüt – positive Impulse helfen

Region/Boppard. Einschränkungen im Alltag, Angst um den Arbeitsplatz, Sorge um die eigene Gesundheit und die der Lieben und der schmerzhafte Verzicht auf die so wertvollen sozialen Kontakte sind ein schwerwiegendes Gesamtpaket, dass auf unseren Psychen lastet.  Nicht nur depressive Menschen leiden unter den Folgen der Coronapandemie, die seelischen Belastungen machen vielen erheblich zu schaffen. Ärzte stellen eine Zunahme von Alkohol- und Medikamentenmissbrauch fest, auch Suizidgedanken werden durch die Coronakrise genährt.

Blumen wirken Wunder - Corona

„Ältere und alleine lebende Menschen leiden besonders unter jede Form der Einschränkung sozialer Kontakte“, sagt Dr. Sybille Ebert-Wittich, Chefin des Psychologischen Zentrums in Boppard. Die erfahrene Psychologin weiß aber, dass Ängste und Verunsicherungen, die die Corona-Pandemie und die Maßnahmen gegen die unkontrollierbare Verbreitung des Coronavirus auslösen, allen Altersgruppen Probleme bereiten können. Eine direkte Beratung in ihrer Praxis oder auch online können helfen, schwierigen seelischen Phasen zu überstehen. Dr. Sybille Ebert Wittich gibt aber im Gespräch mit dem RHA auch einige Tipps, wie man mit kleinen Maßnahmen „Corona“-Psychostress begegnen kann. „Blumen bringen Energie und Farben in die Wohnung, die positiv stimmen. Aber auch Fotos von Familienangehörigen und Freunden sind sehr wichtig – nicht nur für Ältere“, sagt die Psychologin. Weitere Möglichkeiten sind das Hören von Musik, das Tanzen und Singen. „Tanzen kann man auch ganz alleine in der Wohnung zu einer Musik, die man gerade aus der Stimmung heraus gerne hört“, so die Expertin. Von großer Bedeutung für das Seelenwohl sind – wen wunderts – für uns Menschen als soziale Wesen auch soziale Kontakte. Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Reiseverboten muss man Wege finden miteinander zu kommunizieren. Dr. Sybille Ebert-Wittich ermuntert ausdrücklich dazu, dabei neue Technologien zu nutzen: „Skypen und Videokontakte sind besonders sinnvoll. Bei klassischen Telefonaten oder einfachen Sprachnachrichten fehlt die wichtige visuelle Verbundenheit.“

Blumen wirken Wunder

Nachdem nach dem Ausbruch die Blumenläden einige Zeit geschlossen bleiben mussten, greifen viele Menschen in den vergangenen Wochen offenbar „instinktiv“ zu Blumen für ihr Wohlbefinden. Claudia Schwanenberger registriert jedenfalls in ihrem BOGAMA in Buchenau eine starke Nachfrage „Es wurden in diesem Jahr ausgesprochen viele Pflanzen, aber auch Erde und Mulch für den Garten verkauft.  Die Menschen legen mehr Wert auf Heim und Garten als in „normalen“ Jahren. Neben Blumen wurden auch Dekoartikel und Accessoires gekauft, um das Zuhause schöner zu machen. Aktuell werden sehr viele Blumen gekauft mit den Kommentaren wie „Ich muss mir mal etwas Gutes tun, sonst halte ich das hier nicht mehr aus“,“ so Claudia Schwanenberger.

Ulrike Neubauer vom Blumenbasar Boppard hat ebenfalls festgestellt, dass nach der Zwangsschließung die Menschen verstärkt Lust auf Blumen und Pflanzen hatten. „Auffällig war, dass, nach der Wiedereröffnung so viele bunte Sträuße wie nie zuvor bestellt wurden. Im Sommer war beim Pflanzenverkauf der Trend spürbar, dass die Leute mehr Bewusstsein und Interesse an Haus und Garten haben“, sagt Ulrike Neubauer.

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