Niedrigschwellige Unterstützung für Schüler, Eltern und Lehrkräfte – ermöglicht durch das Startchancen-Programm
Oberwesel. Die Realschule plus Oberwesel erweitert ihr Unterstützungsangebot: Ab dem neuen Schuljahr wird regelmäßig eine offene psychologische Sprechstunde angeboten. Das neue Beratungsangebot richtet sich an Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte und soll helfen, psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Gespräche werden von der Diplom-Psychologin und Leiterin der Lebensberatung Simmern, Eva Glocker, durchgeführt.
Viele Kinder und Jugendliche stehen heute unter erheblichem Druck. Schulische Anforderungen, familiäre Sorgen oder persönliche Krisen können dazu führen, dass der Schulalltag zunehmend belastend wird. Gleichzeitig müssen Familien oft monatelang auf einen Therapieplatz oder einen Termin bei einer Beratungsstelle warten. Genau hier setzt die psychologische Sprechstunde an: Sie bietet ein vertrauliches, freiwilliges und leicht zugängliches Erstberatungsangebot – ohne lange Wartezeiten. Sie ersetzt keine Therapie, kann aber eine erste Einschätzung geben, Orientierung bieten und den Weg zu weiterführenden Hilfen erleichtern.
Die psychologische Sprechstunde wurde durch das Startchancen-Programm ermöglicht. Mit diesem bundesweiten Förderprogramm unterstützen Bund und Länder Schulen in sozial herausfordernden Lagen. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen bessere Bildungs- und Entwicklungschancen zu eröffnen – unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren persönlichen Voraussetzungen. Ein wichtiger Baustein des Programms ist die Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung sowie der Ausbau multiprofessioneller Unterstützungsangebote an Schulen.
An der Realschule plus Oberwesel wird die Maßnahme über das Schulträgerbudget der zweiten Säule des Startchancen-Programms finanziert. Möglich wurde das Angebot durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Schule und ihrem Schulträger, dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Gemeinsam verfolgen Schule und Kreis das Ziel, Kindern und Jugendlichen dort Unterstützung anzubieten, wo sie sie am dringendsten benötigen.
„Schule ist heute weit mehr als ein Ort des Lernens. Kinder und Jugendliche benötigen manchmal auch Unterstützung, wenn Sorgen oder Belastungen den Alltag bestimmen. Mit der psychologischen Sprechstunde schaffen wir ein niedrigschwelliges Angebot, das frühzeitig hilft und Wege aufzeigt, bevor Probleme größer werden. Dass wir dieses Angebot gemeinsam mit unserem Schulträger, dem Rhein-Hunsrück-Kreis, im Rahmen des Startchancen-Programms realisieren können, ist ein großer Gewinn für unsere gesamte Schulgemeinschaft“, erklärt Schulleiterin Claudia Weber.
Die Beratung findet regelmäßig an der Schule statt und kann sowohl nach Terminvereinbarung als auch zu einer offenen Sprechzeit genutzt werden. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.
Mit dem neuen Angebot setzt die Heuss-Adenauer-Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel gemeinsam mit dem Rhein-Hunsrück-Kreis ein deutliches Zeichen dafür, dass Bildung und psychosoziale Unterstützung untrennbar zusammengehören. Ziel ist es, die Schüler nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihnen die bestmöglichen Startchancen für ihren weiteren Lebensweg zu eröffnen.























