Gemeinsam für eine kli­ma­an­ge­pass­te Zukunft

Simmern. Der Rekord-Sommer in die­sem Jahr hat deut­lich gemacht, wie spür­bar die Folgen des Klimawandels bereits heu­te sind. Langanhaltende Hitze, Trockenheit, nied­ri­ge Wasserstände und eine erhöh­te Waldbrandgefahr stel­len auch den Rhein-Hunsrück-Kreis vor neue Herausforderungen. Mit einem kreis­wei­ten Klimaanpassungskonzept arbei­tet die Kreisverwaltung gemein­sam mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen dar­an, die Region auf die­se Entwicklungen vor­zu­be­rei­ten. Jetzt sind auch die Bürger gefragt: Vom 1. bis 30. November kön­nen sie sich online an der Erstellung des Konzepts beteiligen.

Klima - Bürgerbeteiligung Rhein-Hunsrück KreisIn den ver­gan­ge­nen Monaten hat sich die Kreisverwaltung inten­siv mit der Frage beschäf­tigt, wie die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort kon­kret abge­fe­dert wer­den kön­nen. Bei einem Klimaanpassungs-Workshop im Kreishaus kamen dazu knapp 50 Akteure aus dem Kreisgebiet zusam­men. Im Anschluss wur­den zen­tra­le Akteure unter ande­rem aus den Bereichen Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Verwaltung in Interviews zu ihren Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten befragt.

Die Ergebnisse flie­ßen gemein­sam mit den bereits durch­ge­führ­ten Klimarisikoanalysen und der Ausweisung von soge­nann­ten Hotspots in einen umfang­rei­chen Maßnahmenkatalog ein. Ziel ist es, den Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard kon­kre­te Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie sich gezielt auf die jewei­li­gen Herausforderungen vor Ort ein­stel­len können.

Ein zen­tra­les Handlungsfeld ist dabei die Anpassung an zuneh­men­de Hitze und deren Auswirkungen auf die mensch­li­che Gesundheit. Weitere Schwerpunkte lie­gen unter ande­rem in den Bereichen Forst- und Landwirtschaft, Bauwesen und Biodiversität. Auch dem natür­li­chen Klimaschutz kommt eine beson­de­re Bedeutung zu.

Der Maßnahmenkatalog soll dabei nicht nur beschrei­ben, was umge­setzt wer­den kann, son­dern auch auf­zei­gen, wie die Maßnahmen kon­kret rea­li­siert wer­den kön­nen. Dazu gehö­ren Angaben zu betei­lig­ten Akteuren und Verantwortlichkeiten, Zielgruppen, Personal- und Kostenaufwand, Umsetzungszeiträumen sowie zur Erfolgskontrolle. Auch wird dar­ge­stellt, ob es sich um ein­ma­li­ge, wie­der­keh­ren­de oder dau­er­haft erfor­der­li­che Maßnahmen han­delt und wel­che der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) mit der jewei­li­gen Maßnahme unter­stützt werden.

Die Bandbreite der mög­li­chen Maßnahmen ist groß: Sie reicht von einer kreis­wei­ten Grünflächenstrategie und der Umsetzung von Hochwasserschutzkonzepten über das Schwammland-Prinzip im Forst bis zu Begrünungsmaßnahmen, Informationsveranstaltungen und Bildungsangeboten.

Klimaanpassung gelingt nur gemein­sam. Deshalb möch­te die Kreisverwaltung auch die Erfahrungen und Ideen der Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis in die wei­te­re Arbeit ein­be­zie­hen. Im Rahmen einer Online-Bürgerbeteiligung kön­nen Interessierte vom 1. bis 30. November ihre Einschätzungen und Anregungen zum Thema Klimaanpassung einbringen.

Die Teilnahme ist über den fol­gen­den Link mög­lich: www​.lime​sur​vey​.e‑eff​.de/beteiligung-klimaanpassungskonzept-rheinhunsrückkreis.

Die Kreisverwaltung lädt alle Bürger herz­lich ein, sich zu betei­li­gen und damit die Klimaanpassung im Rhein-Hunsrück-Kreis aktiv mitzugestalten.