Umfassende Erneuerung von Straße, Kanalisation und Wasserversorgung

Boppard. In Boppard beginnt der umfas­sen­de Ausbau der Schützenstraße. Mit der Maßnahme wird die Straße nicht nur ober­fläch­lich saniert, son­dern ein­schließ­lich ihrer unter­ir­di­schen Infrastruktur grund­le­gend erneu­ert. Neben dem Straßenkörper wer­den die Kanalisation und die Wasserversorgung neu her­ge­stellt oder erneuert.

Der offi­zi­el­le Spatenstich fand am 24. September in der Schützenstraße statt. „Mit dem Ausbau der Schützenstraße inves­tie­ren wir nicht nur in eine intak­te Straße, son­dern gleich­zei­tig in die dar­un­ter­lie­gen­de Infrastruktur. Kanalisation und Wasserversorgung wer­den auf den aktu­el­len Stand gebracht. Damit schaf­fen wir eine wich­ti­ge Grundlage für die kom­men­den Jahrzehnte“, sagt Bürgermeister Jörg Haseneier.

Ausbau der Schützenstraße in BoppardIm Rahmen der Baumaßnahme wer­den rund 600 Meter Kanalrohre und etwa 700 Meter Wasserhauptleitungen erneu­ert und neu ver­legt. Hinzu kom­men rund 300 Meter Hausanschlussleitungen. Nach den Tiefbau- und Leitungsarbeiten wird der Straßenkörper voll­stän­dig neu auf­ge­baut. Die Maßnahme umfasst damit: Kanalbau, Erneuerung der Wasserhauptleitung, Hausanschlussleitungen, umfang­rei­che Erd- und Tiefbauarbeiten und den voll­stän­di­gen Straßenbau.

Bauzeit bis vor­aus­sicht­lich April 2028
Die Arbeiten haben mit der vor­ge­se­he­nen Vollsperrung am 21. September begon­nen. Das Bauende ist der­zeit für Ende April 2028 vor­ge­se­hen. Die ver­gleichs­wei­se lan­ge Bauzeit ergibt sich aus dem Umfang der Maßnahme. Straße, Kanalisation und Wasserversorgung müs­sen in meh­re­ren auf­ein­an­der abge­stimm­ten Arbeitsschritten erneu­ert wer­den. Erschwert wird die Bauabwicklung dadurch, dass die Schützenstraße als Sackgasse unmit­tel­bar an die Bahnlinie grenzt.

Für die Anwohner bedeu­tet die Baumaßnahme über einen län­ge­ren Zeitraum Einschränkungen. Die Stadt Boppard hat des­halb bereits im Vorfeld meh­re­re Gespräche mit den Anliegern geführt. Auch wäh­rend der Bauzeit soll der direk­te Austausch fort­ge­setzt wer­den. Das aus­füh­ren­de Unternehmen stimmt die Erreichbarkeit der Grundstücke, Garagen und Stellplätze jeweils mit den betrof­fe­nen Anliegern ab. Ziel ist es, die Zugänglichkeit soweit wie mög­lich auf­recht­zu­er­hal­ten und die Beeinträchtigungen auf das not­wen­di­ge Maß zu begrenzen.

Nachhaltige Erneuerung der Infrastruktur
Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt 4.009.636,40 Euro brut­to. Davon ent­fal­len: 2.409.123,50 Euro auf den Straßenbau, 1.159.351,79 Euro auf den Kanalbau und 441.161,11 Euro auf die Wasserversorgung. Bauherren sind die Stadt Boppard und der RheinHunsrück Wasser Zweckverband. Die Vergabe der Straßenbau- und Kanalbauarbeiten wur­de im Mai 2026 durch den Stadtrat beschlos­sen. Die Kosten für den Straßenausbau wer­den nach den gel­ten­den Bestimmungen über wie­der­keh­ren­de Beiträge auf die bei­trags­pflich­ti­gen Grundstückseigentümer des ent­spre­chen­den Abrechnungsgebiets verteilt.

Mit dem Ausbau wird die Schützenstraße umfas­send und nach­hal­tig erneu­ert. Durch die gemein­sa­me Umsetzung der Straßen‑, Kanal- und Wasserleitungsarbeiten kön­nen die ver­schie­de­nen Infrastrukturmaßnahmen koor­di­niert in einem Bauvorhaben durch­ge­führt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten ver­fügt die Schützenstraße damit über einen voll­stän­dig erneu­er­ten Straßenkörper und eine moder­ni­sier­te unter­ir­di­sche Infrastruktur.