Mittelrhein. Das Welterbetal gehört sicher­lich zu den meist­fo­to­gra­fier­ten Regionen Deutschlands. Der Loreleyfelsen, die Burgen und Schlösser, die Weinlage Bopparder Hamm, die tra­di­ti­ons­rei­chen Städte und Gemeinden und natür­lich der Rhein selbst wer­den von Profi- und Hobbyfotografen aus allen erdenk­li­chen Perspektiven fest­ge­hal­ten. Zurzeit ist der Rhein eine abso­lu­te Attraktion: Wegen des extre­men Niedrigwassers zieht er Einheimische und Touristen in Scharen an. Mit Spiegelreflexkameras und natür­lich mit Handys wer­den Sandbänke, aus dem Wasser ragen­de Felsen und brei­te „Strände“ foto­gra­fiert. Viele bege­ben sich bei der Motivjagd sogar „in“ den Rhein: Dort, wo nor­ma­ler­wei­se das Wasser recht hoch vor­bei­fließt, kann man sich tro­cke­nen Fußes bewegen.

Niedrigwasser - MittelrheinMöglich, dass die Pegelstände vom Montag die­ser Woche vor­erst die nied­rigs­ten in der Historie der wich­ti­gen Schifffahrtsstraße blei­ben wer­den. In Kaub wur­de am Montag ein Pegelstand von nur noch 6 Zentimetern regis­triert. In Koblenz wur­de der bis­he­ri­ge Minusrekord aus dem August 1929 (6 Zentimeter) mit minus 5 Zentimetern deut­lich „geknackt“. Für die Berufsschifffahrt, Industrie und Wirtschaft und die Natur ist die­ses extre­me Niedrigwasser alles ande­re als schön, die wirt­schaft­li­chen Schäden sind enorm.
Mit der Hitze ist es jetzt erst ein­mal vor­bei, außer­dem sol­len in den kom­men­den Tagen über­all in Deutschland Schauer die lan­ge Dürrezeit been­den. Der Rheinpegel dürf­te dann wie­der etwas anstei­gen. Doch Skepsis und Sorgen blei­ben: Gut mög­lich, dass im September und Oktober wie­der tro­cke­ne und zu war­me Tage die Pegel nach unten drü­cken. [za]

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