Pianist aus den Trümmern erzählt sei­ne Geschichte von Krieg, Hoffnung und der Kraft der Musik

Boppard. Am Samstag, 29. August, um 19 Uhr laden das Museum und die Stadtbibliothek Boppard zu einer beson­de­ren Lesung mit Musik in den Innenhof der Kurfürstlichen Burg ein. Im Mittelpunkt steht der Roman „Und die Vögel wer­den sin­gen – Ich, der Pianist aus den Trümmern“ von Aeham Ahmad, ent­stan­den unter Mitwirkung von Sandra Hetzel und Ariel Hauptmeier und erschie­nen im S. Fischer Verlag (2017). Die Lesung gestal­ten Jutta Seifert und Aeham Ahmad am Klavier.

Jutta Seifert und Aeham AhmadDer Roman ist ein zutiefst beein­dru­cken­des Zeugnis von Widerstand und Zuversicht. Er erzählt die Geschichte eines jun­gen Mannes, der inmit­ten von Bombenkratern Klavier spielt, um sei­nen Nachbarn und vor allem den Kindern Momente der Ablenkung und des Trostes in den Schrecken des Krieges zu schen­ken. Über YouTube erreicht sein Spiel Menschen auf der gan­zen Welt und bewegt zahl­rei­che Zuhörer.

Aeham Ahmad erzählt sei­ne Lebensgeschichte: von sei­ner behü­te­ten Kindheit in einem noch fried­li­chen Syrien, von sei­nem blin­den Vater, dem Instrumentenbauer, und von sei­nen Freunden Mahmoud und Meras, mit denen er durch die Straßen von Damaskus zieht. Er berich­tet von den Anfängen der Rebellion, dem Beginn des schreck­li­chen Krieges und von sei­ner lebens­ge­fähr­li­chen Flucht nach Deutschland, das ihm zur neu­en Heimat wer­den muss.

Immer wie­der ist es die Musik, die Menschen getrös­tet, ermu­tigt und ver­bun­den hat – und die Aeham Ahmad selbst buch­stäb­lich das Leben geret­tet hat. Die Lesung mit musi­ka­li­scher Begleitung macht die­se außer­ge­wöhn­li­che Geschichte von Menschlichkeit, Hoffnung und der Kraft der Musik unmit­tel­bar erfahrbar.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Bei schlech­ter Witterung fin­det die Veranstaltung in der Burg statt.