Kleine Baustellenreporter ganz groß

Oppenhausen. Nachdem im Sommer der lang ersehn­te Spatenstich für den Anbau der natur­na­hen Kindertagesstätte Winkelholzbande erfolgt war, haben inzwi­schen die Bauarbeiten begon­nen. Mit dabei waren damals Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier, der Ortsvorsteher Jörg Schuch, die Kitaleitung Janine Jacobs sowie Vertreter des Planungsbüros, der Stadtverwaltung und der Baufirma – und natür­lich eini­ge Kinder der Winkelholzbande.

Mit dem Anbau schafft die Stadt Boppard die räum­li­chen Voraussetzungen, um den gesetz­li­chen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für alle Kinder der Einrichtung zu gewähr­leis­ten. Geplant sind eine neue Küche mit Mensa, ein Ruheraum, Hauswirtschafts- und Sanitäranlagen sowie ein Sozialraum und ein Büro für die Kitaleitung.

Doch bis das neue Gebäude bezugs­fer­tig ist, gibt es auf der Baustelle jede Menge zu ent­de­cken. Für die Kinder eröff­net sich ein span­nen­des Erlebnisfeld, indem sie die viel­fäl­ti­gen Berufe rund ums Bauen ken­nen­ler­nen kön­nen: Architekten mes­sen, pla­nen und zeich­nen, Baggerfahrer bewe­gen gro­ße Erdmassen, Kranführer las­sen schwe­re Bauteile schwe­ben und Maurer set­zen Stein auf Stein, bis all­mäh­lich neue Wände entstehen.

Um das Geschehen aus nächs­ter Nähe zu ver­fol­gen, besu­chen wech­seln­de Kleingruppen der Winkelholzbande die Baustelle in regel­mä­ßi­gen Abständen als klei­ne Baustellenreporter. Ausgestattet mit Bauhelm und Sicherheitsweste und beglei­tet von einer Erzieherin, erkun­den sie die Fortschritte und hal­ten ihre Eindrücke mit Fotos und Berichten fest. So kön­nen sie anschlie­ßend auch den ande­ren Kindern und inter­es­sier­ten Eltern von ihren Erlebnissen erzählen.

Kita Winkelholzbande begleitet ihren AnbauKita Winkelholzbande begleitet ihren AnbauKita Winkelholzbande begleitet ihren Anbau

Besonders fas­zi­niert beob­ach­ten die Kinder die Bagger und die Bauarbeiter bei ihrer Arbeit. Ein bis­he­ri­ger Höhepunkt war das Gießen der Betonplatte: Gleich fünf Betonmischer roll­ten über den Feldweg in den Wald, um den Beton für die Bodenplatte anzu­lie­fern. Das Schauspiel dau­er­te eini­ge Zeit – und war so span­nend, dass kur­zer­hand sogar das Mittagessen nach drau­ßen ver­legt wur­de, damit die Kinder kei­nen Moment verpassten.

Seitdem wächst das neue Gebäude Stück für Stück in die Höhe. Stein für Stein fügt sich der Bau wie ein gro­ßes Puzzle zusam­men. Während auf der Baustelle die Mauern ent­ste­hen, bau­en die Kinder neben­an im Sandkasten ihre eige­nen klei­nen Versionen des neu­en Hauses.

Mit dem Aufrichten des Dachstuhls wer­den die von außen beson­ders gut sicht­ba­ren Baufortschritte zunächst abge­schlos­sen sein. Doch auch danach bleibt es für die klei­nen Baustellenreporter span­nend: Sie dür­fen wei­ter­hin ver­fol­gen, wie der Innenausbau vor­an­schrei­tet und ihr neu­es Kita-Gebäude all­mäh­lich Gestalt annimmt.

So wird der Anbau für die Kinder nicht nur zu einem wich­ti­gen Zukunftsprojekt ihrer Kita, son­dern auch zu einem leben­di­gen Lernort, an dem sie Handwerk, Technik und Teamarbeit unmit­tel­bar erle­ben können.