Alte Flaschen und Etiketten lassen Vergangenheit lebendig werden.
Boppard. Vor einer Woche hatten wir auf unserer Titelseite unsere Leserschaft dazu aufgerufen, in Kellern und auf Speichern nachzuschauen, ob dort vielleicht noch alte Weinflaschen lagern, die von ehemaligen Weingütern, Winzern, Landwirten, Obstbauern und Nebenerwerbsbetrieben abgefüllt wurden. Der Aufruf war ein voller Erfolg! Vom ersten Tag unserer Berichterstattung an erreichen uns Mails mit Fotos von alten Weinflaschen, persönlichen Erinnerungen und Hinweisen an vergangene Zeiten, in denen in Boppard und seinen Tälern Wein und Obst angebaut wurden. Die Resonanz der RHA-Leseraktion hat alle Erwartungen übertroffen.
Tolle Schätze gefunden
Das, was uns bereits zugeschickt worden ist, lässt allen Weinliebhabern die Herzen höherschlagen. Die künstlerisch gestalteten alten Etiketten früherer Weingüter begeistern. Das älteste uns übermittelte Dokument ist ein Ehrendiplom, das Winzer Franz Emmel im Jahr 1896 für seine Weine der Jahrgänge 1893 und 1895 überreicht bekommen hat.
Auch andere „Funde“ belegen, dass es in Boppard früher sehr viele Weingüter gab. Hier nur einige Beispiele: ein Riesling des 1955er Jahrgangs vom Weingut Jakob Nickenig, eine alte Flasche von „Weinbau Peter Stahl“, ein 1950er Mandelstein vom Bopparder Hamm des Weinbauers Johann Mallmann, ein betagter Riesling aus dem Keller von Johann Ries sowie Flaschen des Jahrgangs 1969 von Leo Maser, vom Weingut Felsenkeller des Jahrgangs 1997 sowie von den Weingütern Josef Fondel, Manfred Nickenig und Otto Josef Schneider.
Fakt ist: Noch in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es alleine in Boppard rund 30 Weingüter, außerdem zahlreiche Nebenerwerbsbetriebe und Bauern, die auch Weinberge hatten.
Wir suchen weiter
Auch bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe meldeten sich noch Leser bei uns. Da wir als Zeitung mit der mit Abstand größten Reichweite in Boppard auch online immer mehr Leser haben, bekamen wir auch von weit her Informationen zur Bopparder Weinbaugeschichte.
Unsere Bitte: Schicken Sie uns weiterhin alles, was Sie an Fundstücken und persönlichen Erinnerungen von ehemaligen Weingütern haben, in denen in Boppard und seinen Tälern Wein und Obst angebaut wurde.
Zusendungen mit Fotos und Informationen bitte an den Verlag Rhein-Hunsrück-Anzeiger, E‑Mail: verlag@rha.de oder WhatsApp: 0171 8160915.



























