Veterinäramt MYK rät zu Impfung für Hunde und Katzen

Kreis MYK. Bei einem impor­tier­ten Hund im Rhein-Pfalz-Kreis wur­de das Tollwut-Virus nach­ge­wie­sen. Offiziellen Informationen zufol­ge ver­starb das Tier bereits am 25. Januar. Tollwut ist welt­weit wei­ter­hin ver­brei­tet. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus ande­ren Ländern gel­ten daher recht­lich hohe Anforderungen, um eine Einschleppung der Krankheit zu ver­hin­dern. Deutschland gilt seit 2008 als frei von Fuchs-Tollwut, also der klas­si­schen Wild-Tollwut. Hier trat der letz­te Fall im Februar 2006 in Rheinland-Pfalz auf. Jedoch besteht durch die ille­ga­le Einfuhr von Hunden und Katzen aus Tollwutgebieten im Ausland, wei­ter­hin die Gefahr einer erneu­ten Einschleppung der Krankheit. Daher appel­liert das Veterinäramt Mayen-Koblenz an alle Hunde- und Katzenhalter, ihre Tiere auch wei­ter­hin gegen Tollwut imp­fen zu las­sen, beson­ders wenn Kontakt zu aus Drittländern ein­ge­führ­ten Tieren besteht.

Aggressiver HundFür den impor­tier­ten und an Tollwut ver­stor­be­nen Hund im Rhein-Pfalz-Kreis lagen die für die Einreise not­wen­di­gen Dokumente vor. Dazu gehö­ren die Kennzeichnung mit einem Mikrochip, eine gül­ti­ge Tollwutimpfung, eine Antikörper-Titer-Untersuchung sowie eine drei­mo­na­ti­ge Wartezeit vor der Einreise nach Deutschland. Erst nach dem Tod des Tieres und des­sen Untersuchung im Landesuntersuchungsamt (LUA) wur­de neben der Tollwut deut­lich, dass das Tier jün­ger war als auf den Dokumenten ange­ge­ben. Aufgrund die­ser Unstimmigkeit in den Papieren ermit­telt der­zeit die Kriminalpolizei wegen des Verdachts auf ille­ga­le Einfuhr. Der Hund zeig­te nach Ausbruch der Krankheit typi­sche Verhaltensänderungen und neu­ro­lo­gi­sche Symptome wie unge­rich­te­te Aggression und Bissigkeit, Angstverhalten, Krämpfe, Orientierungslosigkeit und Lähmungen. Es kam zu Beißvorfällen in der Familie.

Weitere Fälle einer Tollwutinfektion konn­ten bis­her nicht nach­ge­wie­sen wer­den. Jedoch muss­te die unge­impf­te Katze, die im glei­chen Haushalt mit dem Hund leb­te und engen Kontakt hat­te, ein­ge­schlä­fert wer­den. Alle Kontaktpersonen muss­ten gegen Tollwut geimpft werden.

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