Start Themen Tier + Natur GNOR: Vogelralley in Rheinland-Pfalz

GNOR: Vogelralley in Rheinland-Pfalz

Am Samstag, 2. Mai, fand deutschlandweit ein sogenanntes „Birdrace“ statt, bei dem Vogelbegeisterte versuchen, innerhalb eines Tages so viele Vogelarten wie möglich zu sehen.

Vogel: Rotkehlchen

Bei dieser vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) organisierten Veranstaltung geht es nicht nur um die Freude am Vogelbeobachten, sondern es wird über Spender und Sponsoren auch Geld für gute Zwecke gesammelt (in diesem Jahr über 37.000 Euro). Beim diesjährigen Birdrace mussten die Regeln etwas angepasst werden, da die Corona-Bestimmungen auch hier das Zusammentreffen von mehr als zwei Personen nicht gestatteten und die Kontaktverbote einzuhalten waren.
Daher gingen die Teilnehmer jeweils alleine (oder maximal zu zweit) in einem ausgewählten Landkreis auf die Suche und die sonst übliche Teambildung erfolgte virtuell. Von deutschlandweit 539 Teams mit bis zu fünf Personen waren 16 ausschließlich in Rheinland-Pfalz unterwegs und haben dort in 24 Stunden insgesamt stolze 184 Vogelarten nachgewiesen.

Die meisten Arten fanden die beiden von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR) ins Rennen geschickten Teams mit strategisch klug über das gesamte Land verteilten Mitarbeitern der Programme im Vogelmonitoring, die 167 bezieungsweise 166 Vogelarten verbuchen konnten (beide Teams zusammen 179 Arten). Neben regionalen Besonderheiten, die in Rheinland-Pfalz nur lokal vorkommen, wie Zaun- und Zippammer, gab es auch die eine oder andere Überraschung für die Beobachterinnen und Beobachter, wie einen Triel in Rheinhessen, eine späte Ringdrossel in der Eifel oder späte Kraniche im Westerwald. Das durchwachsene Wetter mit vielen Schauern kam den Vogelguckern entgegen, da die Schauer Zugvögel zur Rast veranlassen, die sonst einfach unbemerkt über das Land hinwegfliegen. Lediglich der kräftige Wind war nicht so förderlich.

Die insgesamt hohe Artenanzahl darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Arten nur noch sehr lokal vorkommen, obwohl sie vor einigen Jahren noch sehr weit verbreitet waren, wie zum Beispiel Kiebitz, Raubwürger, Haubenlerche und Braunkehlchen, die man inzwischen sehr gezielt suchen muss. Daher sind gute Kenntnisse zu Verbreitung und Vorkommen der Vögel nicht nur für ein „Birdrace“ hilfreich, sondern von besonders großer Wichtigkeit für den Artenschutz. Diese Informationen liefert unter anderem das finanziell vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten unterstützte Programm zum Vogelmonitoring („Aktion Grün“), in dem viele der Teilnehmer der Vogelralley aktiv ehrenamtlich mitarbeiten (für weitere Informationen dazu siehe vogelmonitoring-rlp.de).

Verantwortlich:
Dr. Christian Dietzen
Leiter Vogelmonitoring Rheinland-Pfalz, Tel. 06592 9843357
E-Mail: christian.dietzen@gnor.de

Kontakt

  • Ihr Name (Pflichtfeld)

    Ihre E-Mail Adresse (Pflichtfeld)

    Betreff (Pflichtfeld)

    Ihre Nachricht