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Mit Sicherheit grillen: Wichtige Tipps rund um Feuer und Glut

Berlin. Eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und abgesagte Urlaubsreisen – in diesem Sommer ist der eigene Garten für viele der Lebensmittelpunkt. Es wird vermehrt draußen gegrillt statt drinnen gekocht. Doch Holzkohle- oder Gasgrill sind nicht zu unterschätzende Risiken, denen man mit dem nötigen Respekt und aktiver Vorsorge begegnen sollte. Auch ein Feuerlöscher sollte grundsätzlich zur Ausstattung eines Barbecues gehören, denn ein Brand kann überall dort schnell ausbrechen, wo eine Zündquelle mit leicht brennbaren Materialien oder Flüssigkeiten in Verbindung kommt. Darauf macht der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) aufmerksam.

Sicherheit beim Grillen

Dabei bedarf es noch nicht einmal einer offenen Flamme – es reichen oft schon hohe Temperaturen in Verbindung mit spritzendem Fett, trockenen Ästen oder anderen brennbaren Stoffen um ein Feuer zu entfachen und so kommt es in Deutschland laut Erhebungen von Verbrennungsmedizinern jährlich zu rund 4.000 Unfällen am Grill. Die Brandschutzexperten des bvbf haben daher wichtige Tipps rund um Feuer und Glut zusammengestellt:

Mit umsichtigem Verhalten die Gefahren minimieren

  • Gasgrills sind zu Beginn der Saison auf Leckagen zu prüfen. Dieses kann mit speziellen Sprays oder Seifenlauge durchführt werden, wobei alle Leitungen benetzt werden müssen. Kleine Gasblasen zeigen undichte Stellen an.
  • Ob Gas oder Kohle – bevor der Grill entzündet wird, muss unbedingt auf einen sicheren Stand geachtet werden.
  • Den Grill grundsätzlich nur auf einer ebenen Fläche und mit ausreichendem Abstand von mindestens zwei Metern zu Büschen oder Möbeln platzieren.
  • Den Grill niemals unter Pavillons, Zelten oder Sonnenschirmen aufstellen, da diese durch Funkenflug leicht in Brand geraten könnten.
  • Beim Anzünden der Kohle sind nur feste Brennhilfen zu verwenden. Niemals Spiritus oder Benzin verwenden! Und niemals flüssige Grillanzünder in die offenen Flammen schütten. Verpuffungen, meterhohe Stichflammen und schwere Brandverletzungen können die Folge sein.
  • Kinder sind generell vom Grill und der heißen Glut fernzuhalten. Sie sind oft nicht in der Lage die Gefahr zu erkennen.
  • Auch wenn für viele ein kühles Bier dazu gehört – Alkohol reduziert die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit und fördert leichtsinniges Verhalten.
  • Den heißen Grill nicht bewegen oder versetzen.
  • Speisereste entzünden. Brennendes Fett darf auf gar keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. Da das Wasser schlagartig verdampft, kommt es zu einer verheerenden Fettbrandexplosion. Um einen Fettbrand zu ersticken muss die Luftzufuhr unterbrochen werden. Das Feuer ist zum Beispiel mit einem Metalldeckel abzudecken beziehungsweise der Grill zu schließen. Bei Gasgrills sofort die Gasflasche zudrehen. Für alle, die regelmäßig oder viel grillen, kann die Anschaffung eines speziellen Fettbrandlöschers sinnvoll sein. Diese werden auch in der Gastronomie eingesetzt.
  • Heiße Asche nicht auf den Rasen, in ein Gebüsch oder den Kompost oder ein Müllbehältnis schütten. Hier können sich trockene Gräser oder Äste oder Abfall entzünden. Glut gut mit Wasser ablöschen oder mit Sand oder Erde bedecken. Am besten die Glut im Grill erkalten lassen.

Feuerlöscher stets griffbereit halten
Grundsätzlich darf eine Feuerstelle niemals unbeaufsichtigt bleiben. Kommt es dennoch zu einem Entstehungsbrand, sollte ein funktionsfähiger Feuerlöscher griffbereit sein. Dessen Handhabung ist denkbar einfach und in wenigen Minuten zu erlernen: Sicherung ziehen, je nach Ausführung den Schlagknopf oder Hebel drücken und den Löschstrahl mit kurzen gezielten Stößen auf den Brandherd richten. Passende und qualitativ gute Feuerlöscher erhält man bei qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieben, die zudem eine Einweisung in die richtige Handhabung geben und auch die regelmäßige Wartung übernehmen, die alle zwei Jahre erfolgen sollte. Adressen lokaler Anbieter finden sich – nach PLZ-Bereichen sortiert – zum Beispiel unter www.bvbf.de.

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