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Erste kreisweite FamilienFreizeit erfolgreich

Boppard. Im November 2019 beschloss der Kinder- und Jugendhilfeausschuss auf Anregung des Landrats Dr. Marlon Bröhr einen Träger für die erste kreisweite FamilienFreizeit zu suchen. Dieses Angebot sollte sich an belastete Familien, die von den bisherigen Freizeitangeboten nicht erreicht wurden, richten und ihnen eine Woche Abstand von ihrem Alltag ermöglichen. Hier sollten die Familien neue Kraft und Energie tanken und neue Impulse für Ihren Alltag bekommen.

Auf die Ausschreibung der Kreisjugendförderung bewarb sich erfolgreich der katholische Trägerverbund bestehend aus der Pastoralreferentin Lisa Lorsbach, zuständig für Familienpastoral im Dekanat Simmern-Kastellaun, dem Pastoralreferenten Tobias Petry, zuständig für Jugendpastoral im Dekanat St. Goar und dem Diplom-Pädagogen Hermann Schmitt, Leiter der Jugendbegegnungsstätte (JBS) St. Michael

So konnte in der ersten Herbstferienwoche unter den geltenden Coronaauflagen die FamilienFreizeit durchgeführt werden. Es nahmen zwölf Erwachsene sowie 16 Kinder und Jugendliche teil. 

Nach der Busfahrt nach Niebüll in Schleswig-Holstein stand am zweiten Tag die Besichtigung der Umgebung mit einem Ausflug an die Nordsee an. Besonders faszinierend war das Wattenmeer, dass einige Teilnehmenden noch nie gesehen hatten. Am dritten Tag fuhr die Gruppe mit dem Schiff zur Insel Amrum und besuchte dort den großen Sandstrand. Für die Kinder war aber vor allem die Schifffahrt sehr beeindruckend, wie sie in der Abendrunde sagten. Am vierten Tag bot am Vormittag das Diakonische Werk Südtondern einen Workshop unter dem Titel „Elterntankstelle“ an. Die Referentin führte die Erziehungsberechtigten zu ihren Kraftquellen (Ressourcen), die sie aktivieren können, um mit ihrem Alltag und dessen Anforderungen zurechtzukommen. Während des Workshops haben die Kinder zusammen mit Betreuern unter anderem Drachen gebastelt, deren Flugfähigkeit auch direkt getestet wurde. Der Nachmittag stand im Zeichen der gemeinsamen Zeit für die Familien. Der fünfte Tag lud in die Boulderhalle Flensbloc ein. Sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern war es eine besondere Erfahrung an der Kletterwand die eigenen Grenzen zu erleben und sie sogar zu überschreiten. Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einer Besichtigung von Flensburg. Am nächsten Vormittag bot ein Mitarbeiter der Schuldnerberatung des Landkreises Nordfriesland einen Workshop zum Umgang mit Geld an. Die Kinder fertigten Brennbilder, malten Bilder, spielten Karten, Schach oder Tischtennis. Nachmittags ging es zum gemeinsamen Minigolfen und abends konnten die Kinder über dem Feuer Stockbrot backen. Höhepunkt der Freizeit war der, damals noch mögliche, Besuch des Legolands in Dänemark. Sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen ein beeindruckendes Erlebnis. Am letzten Tag stand dann die Heimfahrt an.

Die Zielsetzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses, den Familien gute Erlebnisse zu ermöglichen, die sie mit in ihren Alltag nehmen können, wurde erreicht. In der Abschlussreflexion sowohl der Kinder als auch der Eltern zeigte sich, wie gut die Tage ihnen taten. Während die Kinder sich über neu geschlossene Freundschaften und vor allem aber die gemeinsame Zeit mit Ihren Eltern freuten, meldeten die Eltern zurück, dass sie die Erfahrung machen konnten, dass sie mit ihren Herausforderungen im Familienalltag nicht alleine sind und dass sie einige Impulse aus der Freizeit in ihrem Alltag Zuhause beibehalten möchten. In der Novembersitzung des Ausschusses wird der Trägerverbund über die Freizeit detailliert berichten.

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