Mittelrhein. Die sozia­le Spaltung in der Gesellschaft ver­schärft sich wei­ter – und sie ist längst auch am Mittelrhein spür­bar. Während ohne­hin benach­tei­lig­te Menschen zuneh­mend unter Druck gera­ten, sor­gen poli­ti­sche Fehlentscheidungen wie die Abschaffung des Bürgergelds zuguns­ten restrik­ti­ve­rer Systeme für zusätz­li­che Unsicherheit. Immer mehr Betroffene berich­ten von unzu­rei­chen­der Beratung durch Jobcenter, intrans­pa­ren­ten Entscheidungen oder unge­recht­fer­tig­ten Kürzungen.

Doch genau hier setzt ein neu­es Angebot an, das nicht bei wohl­klin­gen­den Versprechen ste­hen bleibt: Die Basisgruppe Mittelrhein der Partei Die Linke star­tet ab sofort mit „Die Linke hilft“ eine kos­ten­lo­se, soli­da­ri­sche und ver­trau­li­che Sozialberatung im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Was bun­des­weit bereits Wirkung zeigt, kommt nun auch in der Region an: Ein enga­gier­tes Netzwerk aus geschul­ten Ehrenamtlichen, Juristen und erfah­re­nen Fachkräften unter­stützt Menschen kon­kret im Umgang mit Behörden, bei Problemen mit Vermietern oder im Arbeitsrecht. Unkompliziert, nied­rig­schwel­lig und vor allem: unab­hän­gig von Parteizugehörigkeit.

Denn eines ist klar: Soziale Rechte sind kei­ne Gefälligkeit – sie sind gesetz­lich garantiert.

Dazu erklärt Anika Gipp, Co-Sprecherin der Basisgruppe Mittelrhein: „Sozialverwaltung ist Leistungsverwaltung. Den Menschen ste­hen die Leistungen von Gesetzes wegen zu. Und sie haben auch einen Anspruch dar­auf, dass sie von den Behörden bera­ten wer­den – was sie bean­tra­gen kön­nen und wie. Doch genau das pas­siert viel zu oft nicht. Statt Unterstützung erle­ben vie­le Schweigen oder unzu­rei­chen­de Auskünfte. Was wir mit ‚Die Linke hilft‘ leis­ten, ist eigent­lich Aufgabe des Staates. Aber wenn der Staat sich zurück­zieht, dann sprin­gen wir ein – soli­da­risch und konkret.“

Ein beson­de­rer Schwerpunkt wird direkt zum Auftakt gesetzt: Am 2. Mai, um 19 Uhr, lädt die Basisgruppe zu einer Informations- und Beratungsveranstaltung im „Treffpunkt“ in Oberwesel ein. Im Fokus steht dabei erst­mals gezielt die Unterstützung von Menschen, die sich mit dem Thema Wehrdienstverweigerung aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Tim Hartenfels, das jüngs­te Vorstandsmitglied der Basisgruppe und selbst betrof­fen von der Wehrpflicht, betont: „In einer Zeit, in der wie­der ver­stärkt auf Aufrüstung und mili­tä­ri­sche Logik gesetzt wird, ste­hen wir als Die Linke an der Seite all jener, die aus Gewissensgründen Nein sagen. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist ein fun­da­men­ta­les Menschenrecht. Es schützt die Freiheit des Einzelnen – und die Entscheidung gegen Krieg.“

„Die Linke hilft“ ist nicht nur ein bun­des­wei­tes Beratungsangebot, son­dern eine Initiative, die sich vor Ort aktiv für Menschen enga­giert, die Hilfe benö­ti­gen. Schon im Vorfeld wur­den wich­ti­ge Anliegen zum Bürgergeld schnell geklärt und ein Fehler in einer Mietnebenkostenabrechnung erfolg­reich korrigiert.

In ihrem Handeln folgt Die Linke auch dabei dem Motto: Niemals allei­ne, immer gemein­sam! Kontakt für Hilfesuchende: Tel. 0177 4219928 oder E‑Mail: mittelrhein@​die-​linke-​rhk.​de.