Ergreifendes Festhochamt in der St. Severus-Basilika
Boppard. In der 513-jährigen Geschichte des Bopparder Schützenwesens hat es Alexander Sablozki als erster geschafft, die Würde eines Diözesan-Schützenkönigs zu erreichen.
Ihm zu Ehren veranstaltete der Diözesanverband Trier am Sonntag, 15. Oktober, ein Diözesankönigsfest mit Übergabe der Diözesanstandarte. Ausrichter ist die jeweilige Bruderschaft des Diözesan-Schützenkönigs, hier war es folglich Boppard.
Der große Schützentag begann in der prall gefüllten St. Severus-Basilika sehr ergreifend mit den Zelebranten Diözesan-Präses Dr. Volker Malburg und Pfarrer Stefan Dumont.
Nach diesem eindrucksvollen Bekenntnis zu Glaube, Sitte, Heimat, den Grundpfeilern des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, formierte man sich zum großen Festumzug durch Boppard. Man marschierte auch am Rhein entlang, hier mit besonderem Equipment eindrucksvoll begrüßt durch den Bopparder Böllerverein, vorbei an der Ehrentribüne kurz vor dem Ziel, und endete am Marktplatz vor der Stadthalle.
Der große Schützentreff mit Beköstigung war dann auch in der Stadthalle, wo gemeinsam das Mittagsessen eingenommen wurde, später wurden zudem Kaffee und Kuchen gereicht. Nach der Begrüßung der Gäste und etlicher Grußworte wurde das vorjährige Diözesankönigspaar verabschiedet und der neue König vorgestellt.
Anschließend fanden im Obergeschoss verschiedene Schießwettbewerbe mit dem Luftgewehr statt.
Lange saß man noch an verschiedenen Orten in Boppard beisammen und pflegte alte Schützentradition. Im Laufe des Tages wurden auch Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Denn neben Schießsport und Brauchtum haben viele Schützen soziales Engagement auf ihre Fahnen geschrieben, was durch das Wirken im Stillen von der Öffentlichkeit nicht so sehr zur Kenntnis genommen wird.
So ging ein wunderbarer Tag zu Ende, der auch gelebtes Miteinander widerspiegelte und klarmachte, dass Historisches bewahrt werden muss. Schirmherr dieser Großveranstaltung war Thomas Maurer von Sebapharma.