Rhens/Koblenz. Schock für die rund 140 Mitarbeiter des Traditionsunternehmens Rhenser Mineralbrunnen: Zum zwei­ten Mal nach 2016 stell­te „Rhenser“ einen Insolvenzantrag beim zustän­di­gen Amtsgericht in Koblenz. Nach dem uner­war­te­ten Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen Mitte Februar sorgt die­se zwei­te Hiobsnachricht bin­nen weni­ger Tage für gro­ße Sorgen bei der Belegschaft.

Wie beim Insolvenzverfahren im Jahr 2016 ver­sucht ab sofort das Koblenzer Rechtsanwaltsbüro Lieser, das Alexander Jüchser zum Insolvenzverwalter bestimm­te, das Unternehmen in ruhi­ges Fahrwasser zu brin­gen. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu sta­bi­li­sie­ren und die Voraussetzungen für eine nach­hal­ti­ge Fortführung des Unternehmens zu schaf­fen“, for­mu­liert „Lieser Rechtsanwälte“ das Vorhaben zur Rettung des Mineralbrunnens in Rhens.

„Lieser Rechtsanwälte“ ist renom­mier­ter Spezialist für Insolvenzverfahren. Zahlreiche Unternehmen wur­den in der Vergangenheit aus teil­wei­se pre­kä­ren Situationen her­aus­ge­führt. Jetzt hof­fen alle, dass Insolvenzverwalter Alexander Jüchser auch Rhenser Mineralbrunnen aus der schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Situation her­aus­füh­ren kann.

Gründe für die offen­kun­di­ge wirt­schaft­li­che Schieflage sind nach Unternehmensangaben enor­me Preissteigerungen, Kaufzurückhaltung und gerin­ge Margen. Seit Jahren gilt der Mineralwassermarkt als hart umkämpft, nicht nur Rhenser Mineralbrunnen steht unter gro­ßem Druck.

Eine ers­te gute Nachricht gibt es aber für die Belegschaft: Die Löhne und Gehälter, zumin­dest für März, April und Mai, sind gesichert.