Mainz. Pünktlich zum Ferienstart macht Rheinland-Pfalz sei­ne Burgen, Schlösser und Landesmuseen für jun­ge Menschen zur Gratis-Entdeckungstour. Bis zum 9. August 2026 kom­men Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erst­mals kos­ten­frei in lan­des­ei­ge­ne Liegenschaften sowie in die drei Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier. Die Pilotphase soll zei­gen, wie das Angebot bei jun­gen Menschen und deren Familien ankommt.

RLP-Kulturminister Sven TeuberKulturminister Sven Teuber gab den Startschuss im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein: „Kultur darf kein Luxus sein, schon gar nicht für jun­ge Menschen. Teilhabe beginnt früh, und sie soll für alle mög­lich sein. Mit die­sem Pilotversuch wol­len wir schau­en, wie das Angebot bei jun­gen Menschen und Familien ankommt. Seit dem ers­ten Tag die­ser Landesregierung arbei­ten wir in unse­rem Ministerium dar­an, die Vorhaben des Koalitionsvertrags umzu­set­zen und das Leben der Menschen in Rheinland-Pfalz kon­kret zu ver­bes­sern. Mit der frei­en Eintrittsregelung set­zen wir genau das jetzt um und erpro­ben es in der Praxis. Ob die aktu­el­le Ausstellung zum Fußball im Landesmuseum Mainz oder die zahl­rei­chen Burgen, die zum Entdecken ein­la­den, die Vielfalt unse­rer Kulturangebote ist so breit wie unse­re Gesellschaft.“

Dr. Heike Otto, Generaldirektorin Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, ergänz­te: „Wir freu­en uns, das rei­che kul­tu­rel­le Erbe des Landes so noch nied­rig­schwel­li­ger öff­nen und Kindern und Jugendlichen Geschichte leben­dig ver­mit­teln zu können.“

Auch über die Landesgrenzen hin­aus setzt Rheinland-Pfalz mit die­ser Initiative ein Zeichen: Mit der aktu­el­len Präsidentschaft der Kulturministerkonferenz über­nimmt das Land in die­sem Jahr eine beson­de­re Verantwortung für die kul­tur­po­li­ti­sche Agenda in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt der Präsidentschaft steht das Ziel, jun­gen Menschen noch mehr Zugang zu Kultur und kul­tu­rel­le Teilhabe zu ermög­li­chen. Die freie Eintrittsregelung für jun­ge Menschen zeigt, wie Rheinland-Pfalz die­se Rolle mit eige­nen Impulsen füllt, und lie­fert zugleich Erkenntnisse, die auch über die Landesgrenzen hin­aus für ande­re Bundesländer von Interesse sein können.

Folgende lan­des­ei­ge­ne Liegenschaften sowie ver­pach­te­te Liegenschaften betei­li­gen sich an die­sem Pilotprojekt: Landesmuseum Mainz; Landesmuseum Koblenz; Rheinisches Landesmuseum Trier; Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein (ohne Seilbahn Koblenz); Zentrum der Antike Trier mit Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater sowie Thermen am Viehmarkt; Schloss Stolzenfels/Koblenz; Schloss Bürresheim/Mayen-Koblenz; Burg Pfalzgrafenstein/Kaub; Schloss- und Festungsruine Hardenburg/Bad Dürkheim; Schloss Villa Ludwigshöhe/Edenkoben; Reichsburg Trifels/Annweiler; Burg Nanstein/Landstuhl; Nürburg/Nürburg; Burg Sooneck/Niederheimbach und Klause Kastel/Kastel-Staadt. Zusätzlich: Arp Museum Bahnhof Rolandseck/Remagen.

Sonderprogramme, Führungen und Gruppenangebote sind kein Bestandteil der Maßnahme und regu­lär zu zah­len. Eventuelle zusätz­li­che Eintrittsgelder über den Angebotspreis hin­aus fal­len bei die­sen Programmen aber nicht an.