Start Regionales VG Hunsrück-Mittelrhein Die Rheinfels wird saniert

Die Rheinfels wird saniert

Burg RheinfelsMittelrhein. Die Burg Rheinfels zählt zu den bedeutenden und auffälligsten Sehenswürdigkeiten im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die riesige Anlage, die sich im Besitz der Stadt St. Goar befindet, wird in den kommenden Jahren aufwendig saniert. Nach einer europaweiten Ausschreibung hat das renommierte Kasseler Unternehmen „HAZ Beratende Ingenieure für das Bauwesen“ jetzt den Auftrag offiziell erhalten.

Beim Ortstermin anlässlich der Auftragsvergabe wirkten Stadtbürgermeister Falko Hönisch, Jürgen Schneider als zuständiger Fachbereichsleiter der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und Diplom-Ingenieur Dirk Omers von der Geschäftsführung des Kasseler Büros unisono mehr als nur zufrieden. Kein Wunder, denn mit der Investitionssumme von 8 Millionen Euro wird das Kulturdenkmal in den kommenden Jahren in einen Zustand versetzt, der das Besuchen für Touristen aus aller Welt sicher macht. „Es geht zunächst um Sanierungs- und Verkehrssicherungsmaßnahmen“, sagt Jürgen Schneider im Gespräch mit dem Rhein-Hunsrück-Anzeiger. „Die alten Mauern müssen gesichert werden und es muss dafür gesorgt werden, dass künftig keine kleineren oder größeren Stücke herabstürzen und die Besucher gefährden“, so Schneider. Der Fachbereichsleiter „Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen“ geht davon aus, dass die 8 Millionen Euro, die jetzt angepackt werden (davon 6,25 Millionen Euro vom Land und 1,5 Millionen von der Generaldirektion Kulturelles Erbe), kaum ausreichen werden, da Experten für die Behebung der Schäden in einem Gutachten bereits im Jahr 2014 rund 15 Millionen für notwendig gehalten haben. Doch alle Beteiligten sind sich einig, dass es auch mit Blick auf die Bundesgartenschau 2029 Zeit ist, mit den Arbeiten zu beginnen. „Unser Ziel ist es, dass wir 2028 fertig sind“, sagt Schneider. „Eine Weiterentwicklung der gesamten Burganlage zu einem touristischen Erlebnisraum ist sicherlich eine Zukunftsaufgabe, die noch große Anstrengungen erforderlich macht. Mit der jetzigen Auftragsvergabe ist aber ein ganz wichtiger Schritt für die Rheinfels und den Tourismus gemacht worden.“ Wie knifflig die anstehenden Arbeiten im Vergleich zu Neubaumaßnahmen sind, macht Jürgen Schneider an einem einfachen Beispiel deutlich: „Es muss bei allen Arbeiten immer geprüft werden, ob schützenswerte Pflanzen und Tiere im und am uralten Mauerwerk nicht zu Schaden kommen“, so Schneider. Bei der Ausführung der Arbeiten an der Burg Rheinfels ist neben bautechnischen Fähigkeiten auch jede Menge Fingerspitzengefühl und ökologisches Verantwortungsgefühl gefragt. Jürgen Schneider erwähnt auch, dass es keine Baupläne im eigentlichen Sinn für die Burganlage gibt. „Deshalb haben wir eine Bestandsvermessung als Grundlage zur Anfertigung von Bauplänen in Auftrag gegeben“, so der Bauexperte der Verbandsgemeinde. Gut möglich, dass auf Basis von modernen Plänen in den kommenden Jahrzehnten auf der Rheinfels noch einiges „bewegt“ wird.

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