Start Regionales Rheinland-Pfalz Landtag: Schulbesuchstag findet nicht statt

Landtag: Schulbesuchstag findet nicht statt

Der landesweite Schulbesuchstag des Landtags Rheinland-Pfalz, der üblicherweise am 9. November eines jeden Jahres stattfindet, wird in diesem Jahr coronabedingt nicht durchgeführt. „Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Allerdings befinden wir uns noch immer inmitten einer Pandemie“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. Nach intensiven Gesprächen und Beratungen einigte sich der Ältestenrat heute darauf, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung angesichts der nicht absehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie organisatorisch nicht verlässlich zu planen und mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden ist. „Der Schulbesuchstag hat sich in der Vergangenheit als gutes Instrument erwiesen, um landesweit mit Jugendlichen in den Dialog zu kommen und vor allem auch dafür zu sensibilisieren, dass Freiheit und Demokratie eben nicht selbstverständlich sind. Im nächsten Jahr wollen wir die Tradition des Schulbesuchstags selbstverständlich wiederaufnehmen“, betonte Hendrik Hering.

„Unser Schulbesuchstag ist ein bundesweit einmaliges Projekt und hätte in diesem Jahr zum dreizehnten Mal in Folge stattgefunden“, sagte Hendrik Hering. Im vergangenen Jahr haben über 11.000 Schülerinnen und Schüler an insgesamt 125 Schulen – so viele wie nie zuvor – die Gelegenheit gehabt, mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen. „Wir wissen, dass der Schulbesuchstag eine feste Größe in den Terminkalendern vieler Schulen ist. Dennoch halten wir die Absage angesichts der nicht absehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den vielen organisatorischen Unwägbarkeiten im Ergebnis für unvermeidbar“, erklärte Hendrik Hering.

Seit 2005 findet der landesweite Schulbesuchstag im Umfeld des 9. November statt. Der 9. November gilt in der deutschen Geschichte als besonderer Schicksalstag. Epochale Wendepunkte, glückliche sowie tragische Momente der deutschen Geschichte fanden am 9. November statt. Zu den zentralen Meilensteinen der demokratischen Entwicklung in Deutschland gehören an diesem geschichtsträchtigen Tag die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 durch Philipp Scheidemann und der Fall der Berliner Mauer 1989. Ebenso fand eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte in der Reichspogromnacht der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft am 9. November 1938 einen ersten grausamen Höhepunkt. Die Gräueltaten des Naziregimes sind seither mit diesem Datum untrennbar verbunden.

Marco Sussmann

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