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In Auschwitz gab es keine Vögel – eine Konzertlesung lässt Oberweseler Schüler nicht vergessen

Konzertlesung: In Auschwitz gab es keine VögelOberwesel. Der Holocaust – ein Teil deutscher Geschichte, der für unsere Jugend immer weiter in die Vergangenheit rückt. Damit die Erinnerung daran und die daraus zu ziehenden Lehren nicht verblassen, präsentierte das Künstlerduo ihre Konzertlesung „In Auschwitz gab es keine Vögel“ den beiden 10. Klassen der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel. 

Fesselnd las die Autorin Monika Held Textepisoden über die Romanfigur Heiner, der als Jude die Schrecken als KZ-Häftling schildert. Durch verschiedenen Zeitsprünge zu den Frankfurter Auschwitzprozessen, wo Heiner als Zeuge auftritt und seine Frau kennenlernt, bekamen die Zuschauer emotional mitreißende Einblicke in die Erlebnisse aber auch die dadurch hervorgerufenen, lebenslangen Ängste und die Zerrissenheit des Protagonisten. Der fiktive Inhalt wurde durch die Einspielungen von originalen Tonaufnahmen des Zeitzeugen Hermann Reineck, der als Vorlage der Romanfigur diente, in die Realität katapultiert. Der Kontrabassist Gregor Praml erschuf durch ein variantenreich virtuoses Spiel seines Instruments eine beeindruckende Begleitung, die die inhaltlichen Stimmungen unterstützte und Episoden musikalisch weiterschrieb.  

In der abschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass es den Künstler gelungen war, die Schüler auf ihrer Reise in die Vergangenheit mitzunehmen und tief zu bewegen. Da Zeitzeugen dieser Schreckenszeit immer weniger werden, wurde ein gelungenes Format gefunden, was es dennoch schafft, eine Authentizität zu erzeugen, die die Menschen, die dies erlebten zwar nicht ersetzt, aber dennoch ihre Geschichten der Nachwelt erhält. 

Nicht nur in „Coronazeiten“, wo viele themenbezogenen Aktivitäten ausfielen, wie zum Beispiel die Fahrt in das KZ Buchenwald, war die Veranstaltung eine Bereicherung für alle Teilnehmer. Dank für die organisatorische und finanzielle Unterstützung geht an den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und den Verein „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. 

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