Start Regionales Vorankommen durch eigene Leistung

Vorankommen durch eigene Leistung

FDP-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad wird Buchautorin

Rhein-Hunsrück-Kreis. Seit 2017 gehört die Carina Konrad aus Bickenbach dem Deutschen Bundestag an. Die Agraringenieurin ist stellvertretende Vorsitzende im Agrarausschuss. Nun hat sie, zusammen mit weiteren Autoren, ein Buch veröffentlicht: „Aufstieg – 16 Vorschläge für die Zukunft Deutschlands“.

Carina Konrad

Frau Konrad, welche Idee steckt hinter dem Buch?
Carina Konrad: Aufstieg heißt für mich, Lebensträume zu ermöglichen. So individuell die Menschen, so unterschiedlich ihre Ziele. Sind Lebensträume zu exotisch, ist das für Konservative oft ein Problem; will man damit Geld verdienen, sind politische Linke oft dagegen. Deshalb ist Aufstieg ein Thema, das Liberale vorantreiben müssen. So entstand dieses Buch.

Der Fleißige soll also mehr haben als der Antriebslose?
Konrad: Natürlich muss Leistung sich lohnen dürfen. Warum sollte man sich sonst anstrengen? Die Botschaft muss doch sein: Es ist uns egal, woher du kommst; uns ist wichtig, dass du erreichst, was du willst. Gesellschaftlicher Aufstieg ist nicht Stadtbewohnern vorbehalten. Auf dem Land zu leben, ist viel mehr als Kuhglockenromantik.

Nämlich?
Konrad: Ländliche Räume sind der Wirtschaftsmotor Deutschlands. Durch den Einsatz von Maschinen und Pflanzenschutzmitteln wurden Arbeitskräfte aus der landwirtschaftlichen Produktion freigesetzt und neue Geschäftsfelder im ländlichen Raum geboren. Dazu kommen die Vorzüge des Landlebens wie günstiger Wohnraum, Platz, Nähe zur Natur. Während des Lockdowns haben viele Städter darüber nachgedacht, ihren Lebensmittelpunkt ins Ländliche zu verlagern. Und da wir dank Digitalisierung räumlich immer unabhängiger werden, ist Stadtflucht eine echte Option.

Was braucht es denn, damit wir von gleichwertigen Lebensverhältnissen sprechen können?
Konrad: Die Digitalisierung ist der Gleichwertigkeitsbeschleuniger schlechthin. In der Bundestagsfraktion haben wir von Anfang an digital gearbeitet. So konnten wir in der Krise von heute auf morgen vom Bundestags- und Wahlkreisbüro ins Homeoffice wechseln. Je besser die Dörfer an schnelles Internet angeschlossen sind, desto attraktiver werden sie als Wohnraum und Arbeitsplatz. Wir müssen aber auch die Bildungspolitik revolutionieren. Bildungsverlierer können wir uns nicht leisten.

Wie stellen Sie sich Deutschland nach Corona vor?
Konrad: Idealerweise entsteht in der Gesellschaft mehr Wertschätzung für bestimmte Berufe. Landwirte z. B., die in der Krise lückenlos die Ernährung der Bevölkerung gesichert haben. Pflegepersonal, das Infizierte versorgt hat. Aber viele haben sich in der Krise auch ganz individuell hinterfragt:  Ist das, was ich mache, wirklich das, was ich will? Wir brauchen Mut, dieses Potenzial zu entfesseln, und dürfen uns nicht mit der gegenwärtigen Lethargie zufriedengeben.

Finanzbuchverlag, ISBN 978-3-95972-417-3, 19,99 €

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