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Weinkonvent online in Dellhofen

St. Goar. Zur ersten Online-Weinprobe des Weinkonventes „Zum Heiligen Goar“ hatte Präsidentin Christiane Nowsch verschiedene innovative Wege, wie eine Übermittlung des Weins per Glasfaserkabel und USB-Anschluss oder Auslieferung über weiterentwickelte 3D-Drucker, als nicht zeitnah umsetzbar verworfen und kurzerhand den ersehnten Nektar im Zusammenwirken mit Vizepräsident Oliver Brehm körperlich sicher ausgeliefert. 

Weinkonvent online in Dellhofen

Über zwanzig Weinbrüder hatten sich zum virtuellen Beisammensein angemeldet, sodass an die vierzig Weinbegierige vor den häuslichen Kameras saßen und den jungen Geschwistern Julia und Max Lambrich vom Weingut Albert Lambrich in Oberwesel-Dellhofen ein dankbares und interessiertes Publikum für ihre Moderation zum Lob des heimischen Rieslings und unseres Weinanbaugebietes boten. Ergänzend zur Bild- und Ton-Show der Winzer erfreute die Teilnehmer ein von Weinbruder Reinhard Franz gestaltetes Prospekt; in fünfzehnjähriger Tradition, gleichwohl unnachahmlich bleibend. 

Die vier Weine aus 2019 füllten den aufwendigen Rahmen würdig aus. Schon der erste, eine kräftige trockene Spätlese von alten Reben aus der Lage Römerkrug, konnte durchaus als ein Meisterstück gelten. Der folgende halbtrockene, mit goldener Kammerpreismünze und 90 Punkten bei „Best of Riesling“ dekoriert, ließ fruchtig die gesamte Herrlichkeit des Weinanbaugebietes Mittelrhein erstrahlen, bevor ein trockener Weißburgunder den einen wieder etwas Bodenhaftung, den anderen eine willkommene Begleitung zum mittlerweile servierten heimischen Imbiss gab. Eine großartige edelsüße Spätlese war standesgemäßer Ausklang. 

Viel Lob und Dank wurde verteilt: Den Winzern für ihre Weine und deren Vorstellung, allen Beteiligten für ihre gute Laune und ihre disziplinierte Interaktivität und natürlich der Präsidentin für die Organisation der Veranstaltung, was von Vizepräsident Oliver Brehm prägnant auf den Punkt gebracht wurde. Die Atmosphäre war fast so, als ob man im Konventsraum zusammen gesessen hätte.

Und so wurde diese Form der Weinprobe als unter den gegebenen Umständen durchaus zukunftsträchtig angesehen, zumal sie im Vergleich zu einer „normalen“ Weinprobe, bei der pro Weinsorte bis zu 17 Personen an einer Flasche partizipieren können, mit durchschnittlich einer Flasche auf zwei Personen dem Winzer nicht zum Nachteil gereicht. Die Präsidentin konnte die zufriedenen Weingeschwister getrost in die verkürzte Samstagnacht entlassen, ausgestattet mit hinreichend Stoff für die häusliche Nachbereitung. 

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