Start Regionales Boppard + Ortsteile 30-jähriges Jubiläum der Tschernobyl-Kinderhilfe

30-jähriges Jubiläum der Tschernobyl-Kinderhilfe

Kinder, FerienBoppard. 30-jähriges Jubiläum feiert die Tschernobyl-Kinderhilfe der AWO-Boppard, allerdings diesmal aufgrund der Pandemie ohne Kinder aus der Stadt Krasnopolje in Belarus. 

Am 24. Juni 1991 konnte die AWO-Boppard als erste Initiative in Rheinland-Pfalz 15 Kinder aus der verstrahlten Region um die Stadt Krasnopolje, im Süd-Osten von Belarus (Weißrussland) gelegen, empfangen. Eine Nachfrage im rheinland-pfälzischen Sozialministerium hatte zuvor ergeben, dass es zu diesem Zeitpunkt in Rheinland-Pfalz noch keine konkreten Pläne für Hilfsmaßnahmen gab, sodass mit Unterstützung einer Baden-Württembergischen Initiative die Kinder aus Krasnopolje nach Boppard eingeladen wurden und in Boppard einen vierwöchigen Erholungsaufenthalt verbringen konnten. Die Gruppe traf am 24. Juni 1991 auf dem Stuttgarter Flughafen ein und wurde von Mitgliedern der Tschernobyl-Kinderhilfe der Bopparder AWO in Empfang genommen.

Dieser erste Erholungsaufenthalt strahlengeschädigter Kinder in der hiesigen Region erfuhr einen sehr großen Zuspruch in der Bevölkerung. Die Hilfsbereitschaft war gewaltig, sodass die Kinder bei der Rückfahrt lange nicht alles mitnehmen konnten, was ihnen in den vier Wochen zuteilgeworden war. Beim Abschied flossen daher Tränen, sodass man ihnen kurzerhand versprach, die zurückbleibenden Gegenstände, überwiegend Kleidung und Spielzeug, in ihren Heimatort nachzubringen.

Dies erfolgte dann noch im selben Jahr mit dem ersten humanitären Hilfstransport. Weitere sollten folgen.

Bis heute haben fast 500 Kinder aus der verstrahlten Region ihre Ferien in Boppard verbringen können. Knapp 500.000 Euro wurden dafür von der AWO aufgebracht.

Die AWO bedankt sich daher nochmals sehr herzlich bei allen Institutionen, Firmen und Privatpersonen, die in diesen 30 Jahren die Bemühungen für die Kinder von Tschernobyl unterstützt haben und ohne die eine solche langanhaltende Maßnahme nicht möglich gewesen wäre.

Die AWO hat über ihr Engagement eine Broschüre unter dem Titel „Krieg und Verstrahlung auf dem Territorium Ostweißrusslands“ herausgegeben. In dieser Dokumentation befasst sich der Herausgeber mit dem Leidensweg der Bevölkerung im südöstlichen Belarus (Weißrussland) während des Zweiten Weltkrieges und nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986.

Dieser Broschüre ist zum Selbstkostenpreis von 3 Euro (zuzüglich Porto) erhältlich bei: AWO-Boppard, Untere Marktstraße 3, Boppard. Der Verkaufserlös der Broschüre geht uneingeschränkt an die der AWO-Boppard. Die AWO geht davon aus, dass sie ihr Engagement auch nach der Pandemie fortführen wird, sollte es die politische Situation in Belarus zulassen. Daher sind weiterhin Spenden erbeten, IBAN: DE 91 5605 1790 0101 1940 90, KSK Rhein-Hunsrück.

Kontakt

    • Ihr Name (Pflichtfeld)

      Ihre E-Mail Adresse (Pflichtfeld)

      Betreff (Pflichtfeld)

      Ihre Nachricht