Start Regionales Boppard Sympathische Idee einer schwimmenden Bühne

Sympathische Idee einer schwimmenden Bühne

Boppard. Das Thema Veranstaltungsbühne in den Rheinanlagen sorgt nicht nur im Stadtrat für lebhafte Debatten, auch in der Bevölkerung wird teilweise leidenschaftlich über den „Nachfolger“ des in die Jahre gekommen Rheinpavillons diskutiert. Nachdem die CDU-Fraktion mit dem Vorschlag einer Rheininsel zusätzlich zu den bekannten Varianten einer kleineren und größeren Bühne eine dritte Möglichkeit vorgestellt hat, sind etwas unerwartet die laufenden Diskussionen noch einen Tick spannender geworden.

Die Idee einer schwimmenden Bühne ist sympathisch, ob sie aber realistisch ist, muss sich zeigen. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Bingen  mit, dass die Stadt Boppard bereits grundsätzlich nachgefragt hat, ob eine schwimmende Veranstaltungsbühne Aussicht auf eine Genehmigung hätte. „Das WSA beurteilt so ein Projekt aus Sicht der Schifffahrt“, sagt der zuständige WSA-Sachbearbeiter Martin Jacob. „Außerdem muss die Wasserbehörde die wasserrechtliche Erlaubnis erteilen.“ Die Aussichten, dass ein Vorhaben, wie es die CDU-Stadtratsfraktion präsentiert hat, genehmigt werden könnte, sind recht gut. „Wir behandeln eine Veranstaltungsbühne wie einen schwimmenden Schiffsanleger. Allerdings müsste der Ponton dicht am Ufer sein und deutlichen Sicherheitsabstand zu den von den Schiffsanlegern haben“, so Jacob. 

Da vor und nach Veranstaltungen einige Zeit für technischen Auf- und Abbau auf einer Veranstaltungsfläche notwendig sind, müsse immer auch geprüft werden, ob Personenschiffe im gesamten Zeitfenster wie geplant an- und ablegen können legen könnten, so Jacob. Andere Probleme sind neben den Baukosten auch die nicht zu unterschätzenden laufenden Kosten von schwimmenden Bühnen in fließenden Gewässern. Regelmäßige sicherheitsrelevante Untersuchungen und das häufige Entfernen von Treibgut sind unverzichtbar. Und aufgrund der am Rhein stark variierenden Pegelstände ist es sicherlich auch kompliziert zu gewährleisten, dass Zuschauer immer eine gute Sicht zur Bühne haben. Eine Machbarkeitsstudie soll dazu beitragen, die sympathische Idee auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten hin zu überprüfen.

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