Start Regionales Boppard Jugendrat und Stadtrat trafen sich in der JBS St. Michael

Jugendrat und Stadtrat trafen sich in der JBS St. Michael

Boppard. „Das war ein sehr gutes Gespräch“, dieses Fazit zog ein Stadtratsmitglied nach dem zweistündigen Gespräch mit Vertretern des Jugendrats im Corona-Jugendraum der Jugendbegegnungsstätte (JBS) St. Michael unter der Moderation des Leiters der JBS, Hermann Schmitt.

Dreizehn Jugendratsmitglieder trafen sich am Wochenende zuvor in der JBS, um Ziele, Themen und Aktivitäten für ihre zweijährige Legislaturperiode zu planen. Im ersten Gespräch zwischen Jugendrat und Stadtratsmitgliedern war vereinbart worden, dass erste letzteren ihre Ergebnisse des Workshops vorstellen. Dies geschah wenige Tage nach dem Workshop.

Klaus Brager (Bündnis90/die Grünen), Umut Kurt (SPD), Monika Keßler (die Linke) und Georg Vetter (freie Wählergruppe) folgten der Einladung in die JBS. Volker Kahl (FDP) und Wolfgang Spitz (CDU) hatten sich entschuldigt. Fünf Mitglieder des Jugendrats stellten die Ergebnisse vor. Sie hatten sich während des Workshops in drei Gruppen aufgeteilt: „Umwelt“, „Veranstaltungen“ und „Attraktivität des Jugendrats“. 

Die Ideen zum Thema Umwelt nahmen den Großteil des Gesprächs ein: Im Vordergrund stand die Verbesserung des ÖPNV besonders in Bezug auf die kleinen Ortsbezirke. Hier könnten eine Mitfahrer-Bank und das „Dorfauto“ dazu beitragen, dass Menschen nicht auf den eigenen PKW angewiesen sind. Der Ausbau der Ladesäulen in Boppard würde helfen, E-Autos attraktiver zu machen. Aus Großstädten übernahmen sie die Idee, Leih-Elektroroller auch in Boppard zur Verfügung zu stellen. Per App könnten diese dann an bestimmten Orten geliehen und an andere zurückgebracht werden. Den Jugendlichen ist auch aufgefallen, dass der Hauptbahnhof nicht barrierefrei ist und sie fordern eine Rampe für Radfahrer, Kinderwagen und Rollstühle/Rollatoren. Hier verwiesen die Politiker auf die Planungen der Bahn, einen Aufzug bauen zu wollen. Unterschiede gab beim Zeitpunkt der Realisierung. Die Zeitspanne reichte von zum Rheinland-Pfalz-Tag (2021) bis zur Bundesgartenschau (2029). Pfandringe an Mülleimern, die Möglichkeit Zigaretten dort ausdrücken zu können und die Bevorratung von Kottüten für Hunde würden den Müll auf Boppards Straßen reduzieren.

Als Erstes will der Jugendrat ein Flunky-Ball-Turnier im Innenhof der JBS veranstalten und überlegt Alternativen zum Weihnachtsmarkt. Außerdem will er sich im Jugendraum der JBS engagieren.

Um die Attraktivität des Jugendrats zu erhöhen und ihn mehr ins Bewusstsein der Jugendlichen zu heben, wollen die Mitglieder eine Jugendsprechstunde einrichten, mit Info-Ständen und Durchsagen in den Schulen auf den Jugendrat aufmerksam machen, ein neues Logo entwickeln und dazugehörige Kleidung, die online Präsenz erhöhen und die Arbeit des Rates transparenter gestalten.

Unterschiedliche Meinungen erfuhren die Jugendratsmitglieder, als es um den Ort der Skateranlage im Mehrgenerationenpark und den diesbezüglich anonymen Abstimmungszettel dazu ging. Hier verdeutlichten Klaus Brager und Umut Kurt die unterschiedlichen Sichtweisen beider Parteien auf dieses Thema. Abschließend ermutigten die Stadtratsmitglieder den Jugendrat zu Stadtratssitzungen zu kommen und sich einzubringen. Die Vorsitzende hat Rederecht im Stadtrat.

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