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Jugendrat und JBS St. Michael baten Bürgermeisterkandidaten zum Gespräch

„Da gab es doch richtige Unterschiede zu sehen“

Boppard. Der Lockdown bietet auch Chancen. Ohne ihn hätten die Bürgermeisterkandidaten im Multimediaraum der Jugendbegegnungsstätte (JBS) St. Michael miteinander diskutiert und die Zuhörer hätten ihre Fragen dort gestellt. Dieser Raum hätte jedoch nicht die 124 Menschen gefasst, die sich auf dem YouTube-Kanal der Stadt Boppard die virtuelle Diskussion ansahen. Zur Zeit des Verfassens dieses Zeitungsartikels hatte das Gespräch 588 Aufrufe. Viele beteiligten sich mit Fragen im Chat.

Jugendrat und JBS St. Michael baten Bürgermeisterkandidaten zum Gespräch

Eigentlich hätten sich die drei Kandidaten und die Moderatoren die Stadthalle geteilt. Aber aufgrund eines Kontakts zu einer coronapositiven Person verblieb dort nur das Moderatoren-Team, bestehend aus der Jugendratsvorsitzenden Sophie Maser und dem Leiter der JBS, Hermann Schmitt. Hier gilt ein besonderer Dank den beiden Technikern der Stadthalle, ohne die dieses Gespräch nicht stattgefunden hätte.

„Was ist Ihr Herzensprojekt, wenn Sie Bürgermeister sind?“, fragte die Jugendratsvorsitzende und alle drei hatten ein anderes: Jörg Haseneier sah die Chancen der Bundesgartenschau 2029 und ihr enormes Potenzial für Boppard, Niko Neuser nach der Fertigstellung des Freibads die Realisierung eines Hallenbads und Philipp Loringhoven will einen gemeinsamen „Spirit“ in Boppard verwirklichen, der alle (politischen) Akteure in dem Ziel eint, Boppard nach vorne zu bringen. Alle drei Kandidaten betonten, dass die derzeitige Streitkultur für die Entwicklung der Stadt nicht wirklich förderlich ist. Da war die Frage von Sophie Maser, was man denn an den anderen beiden Kandidaten schätze, schon eine Perspektive in die richtige Richtung.

Jugendrat und JBS St. Michael baten Bürgermeisterkandidaten zum Gespräch

Den Tourismus nach vorne bringen ist allen dreien ein Anliegen. Ob dafür mehr Hotelbetten notwendig sind, blieb strittig, jedoch eine Jugendherberge in Boppard sähen alle gerne. Philipp Loringhoven will eine App schaffen, auf der alle Angebote und Veranstaltungen der Stadt, also auch der Ortsbezirke, ersichtlich sind und es das ganze Jahr über touristisch und kulturell attraktive Angebote gibt. 

Viele Eltern treibt die Sorge über die fehlende Kassenärztliche Versorgung um. Hier sah Niko Neuser, da die kassenärztliche Vereinigung zuständig ist, nur die Möglichkeit, Boppard als Stadt zum Wohnen attraktiver zu machen und gegebenenfalls eine Niederlassungsprämie zu gewähren.

Allen dreien ist auch die weitere Digitalisierung der Grundschulen wichtig. In Bezug auf die unterschiedlichen Interessen von Wanderen, Radfahrern, Dirt- und Mountainbikern im Bopparder Forst befürworten die Kandidaten Gespräche der unterschiedlichen Nutzer-Gruppen mit dem Forstamt und den Jagdpächtern. Hier wies Niko Neuser auf das touristische Potenzial attraktiver Radstrecken hin. All dies will auch bezahlt sein und dafür brauche es solide städtische Finanzen, für die sich Jörg Haseneier einsetzen will. 

Attraktive Jugendräume sind den Kandidaten wichtig, in Buchenau fehle auf jeden Fall einer und ob in Herschwiesen ein eigener Raum gebraucht wird oder die dortigen Jugendlichen nach Oppenhausen gehen, soll geschaut werden.

Nach zwei Stunden endete das informative Gespräch.

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