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Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiert

Johannes Link, Ortsvorsteher HolzfeldHolzfeld. Ich hoffe, ihr hattet ein schönes, ruhiges und entspanntes Osterfest. Mit dem besseren Wetter und den längeren Tagen erwacht unser Dorf allmählich aus dem Winterschlaf. Leider stehen wir mit ähnlichen Problemen da, wie bereits zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. Ich kann verstehen, dass die organisatorischen Entwicklungen in den letzten Wochen mehr Unsicherheiten als Sicherheiten verbreitet haben. Natürlich können wir uns nicht vollständig lähmen lassen, müssen allerdings dennoch aufeinander aufpassen. Gegenseitige Anfeindungen durch falsche Auslegungen der COVID-Bekämpfungsverordnungen tragen nicht unbedingt dazu bei, dass die Laune im Dorf besser wird. Daher meine Bitte an euch alle: Geht vernünftig und rücksichtsvoll miteinander um. 

Welche Corona-Informationen hat der Ortsvorsteher (OV)?

Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiertAls Ortsvorsteher erhalte ich die gleichen Informationen wie jeder andere Bürger. Ich erhalte keine gesonderten Auswertungen über ‚an COVID erkrankte Personen‘. Meinen Sachstand muss ich, wie bei vielen anderen Themen auch, mühevoll selbst zusammensuchen. Personenbezogene Daten unterliegen einem besonderen Schutz – Krankheitsdaten sind noch wesentlich schutzwürdiger. Die Anfragen „wer hat denn jetzt alles Corona in Holzfeld?“ kann ich nicht beantworten – selbst wenn, würde ich sie auch nicht beantworten.

Zum Zeitpunkt, als ich diesen Bericht schrieb, wurde in den sozialen Medien wild über eine Ausgangssperre diskutiert. Eine offizielle Mitteilung darüber, oder gar eine Anfrage, wie ich die Lage beurteile, erhielt ich nicht. Facebook und Co. sind für mich hilfreiche Werkzeuge um möglichst viele Menschen zu informieren, allerdings keine offiziellen Bekanntmachungsorgane. Dementsprechend seht es mir nach, dass ich nicht zu jedem Post von Kommunalpolitikern Rede und Antwort stehen kann.

Ausbau K114 Holzfeld – Rheinbay

Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiertSeit mehr als 25 Jahren steht der Ausbau der Kreisstraße von Holzfeld nach Rheinbay immer wieder zur Diskussion. Meine beiden Vorgänger haben stets darauf hingewiesen, wie wichtig der Ausbau für den Begegnungsverkehr ist. Zuletzt habe ich 2019 eine entsprechende Stellungnahme dazu abgegeben. In der Bauausschusssitzung am 23. März wurde das „Kreisstraßenbauprogramm 2021 – 2025“ vorgestellt. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass die K114 dabei keine Berücksichtigung mehr findet. Da noch weitere Ortsbezirke der Stadt Boppard ähnliche Probleme haben, wurde gebeten, die Kreisverwaltung noch einmal freundlich auf die Missstände der Straße hinzuweisen. Parallel dazu habe ich bereits mit Vertretern von anderen Gremien gesprochen, damit dieses Anliegen nicht in Vergessenheit gerät.

Projekt „Dorfauto des Kreises“

Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiertIm Dezember 2019 startete das dreijährige Projekt der Kreisverwaltung, um die Bürgerinnen und Bürgern des Kreises auf den Geschmack eines E-Autos zu bringen. Im Dezember wurde das Fahrzeug nach der einjährigen Projektphase von Oppenhausen und Herschwiesen an die Dörfer Holzfeld, Hirzenach und Rheinbay übergeben. Bislang haben sich 22 Nutzer aus Holzfeld und ein Nutzer aus Hirzenach für das kostenlose Carsharing-Projekt registriert. Insgesamt wurde das Fahrzeug seit Dezember mehr als 150 Mal gebucht und es wurden mehr als 7.000 Kilometer damit zurückgelegt. Zum 1. Mai wird das Fahrzeug an einem neuen Standort im Ortsbezirk Hirzenach (in Höhe der Rheinstraße 25) stationiert werden.

Die Fahrzeugchips der User aus Holzfeld behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Ebenso können sich auch weitere (Holzfelder) Nutzer bei mir melden, um für das online Buchungssystem freigeschaltet zu werden. Persönliche und individuelle Einweisungen für jeden Nutzer am Fahrzeug kann ich ab diesem Zeitpunkt leider nicht mehr durchführen, da ich den „Service-Schlüssel“ an den neuen Hauptkümmerer Rainer Volk (Ortsvorsteher Hirzenach) übergeben werde. Auf die ausführlichen Nutzungsinformationen auf der Website www.holzfeld.de weise ich jedoch noch einmal hin.

Den freiwilligen Reinigungskräften möchte ich an dieser Stelle auch nochmals meinen Dank aussprechen. Die hohe Auslastung, gerade schon zu Beginn unserer Projektphase, zeigt wieder deutlich, wie wichtig die Mobilität in den kleinen Orten ist. Ich hoffe, dass die v.g. Werte für künftige Vorhaben (ÖPNV, Bürgerbus, …) bei den richtigen Stellen Beachtung finden.

Johannes Link, Ortsvorsteher

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