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Holzfeld: Der Ortsvorsteher: Grußwort zur Fastnacht

Holzfeld. Vor einem Jahr, wer hätte es da gedacht,
als wir noch gemeinsam
gefeiert und gelacht,
hat sich Corona ungewollt in unsere Leben gesellt
und alles auf den Kopf gestellt.

Wir mussten lernen zu akzeptieren
und uns mit Maßnahmen arrangieren.
Zum Schutze der Gesundheit von uns allen
auf, dass die Krankheitszahlen fallen.

Die Entwicklung der Lage ist weiterhin offen,
deshalb gilt es nun zu hoffen,
dass mit der Impfung schnell ein gewisser Alltag kehrt ein,
indem wir bald wieder
gemeinsam können sein.

Zumindest ein positives hat diese Pandemie,
es wurde deutlich wie bisher noch nie,
unsere „Zusammenhalt-Parolen“ sind nicht nur leere Phrasen,
dass diese ernst gemeint, zeigt sich in den unschönen Lebensphasen.

Am Wochenende hätte sollen sein,
unsere Sitzung, organisiert vom Feuerwehr-Verein,
auch die Kindersitzung Corona zum Opfer fällt
und dieses Jahr kein Tusch den Saal erhellt.

Jetzt wird deutlich,
dass Fasnacht mehr als eine Laune ist,
zusammen man für kurze Zeit die Sorgen vergisst.

Online-Sitzungen als gute Alternativen,
dafür ein Lob an die Vereine und Aktiven.
Doch ähnlich wie der Heimunterricht,
ersetzt es das Gefühl im Saale nicht.

Auch politisch ist die Fastnachtszeit
eine wichtige Phase,
so bekommen Volksvertreter den Narrenspiegel vor die Nase
und können sich ab Aschermittwoch wieder besinnen,
um mit guter und ehrlicher Arbeit die Wähler zu gewinnen.

Auf Bundesebene wird peinlich traktiert,
damit ein Merkel-Nachfolger wird präsentiert.
Die Sorgen und Nöte der Bevölkerung
werden zum Spielball bei der Kanzler-Findung.

In den Bundesländern wo bevorsteht eine Wahl,
ist Corona scheinbar anders als sonst überall.
Einheitliche Entscheidungen werden aus Berlin kommuniziert.
In Mainz dann doch wieder anderes interpretiert.

Durch AfD-Stimmen ein Landeschef wurde gekürt,
das hat in Thüringen zur Regierungskrise geführt.
Die FDP wollte endlich beweisen, was sie kann,
doch als Ministerpräsident kommt es nicht aufs Regieren,
sondern nur auf Online-Zocken an.

Anfang 2020: die Kliniken in St. Goar und Oberwesel machen dicht,
fehlende Intensivbetten während Corona ändern diese Entscheidung nicht.
Die Gesundheit der Bürger wohl nicht interessiert,
werden vor Wahlen doch nur schöne Punkte thematisiert.

In Boppard wird die Ära Bersch zu Ende gehen,
drei Anwärter sich als Nachfolger sehen.
Alle – so ist mein Eindruck – können die Wahl gewinnen
und die Knatschköpp im Stadtrat wieder friedlich stimmen.

Mit Ehrgeiz, Ehrlichkeit und alten Werten darf auch mal gestritten werden.
Respektvoll und fair miteinander ringen,
dann kann guter Streit uns auch weiterbringen.

Für Boppard wird geben jeder Kandidat
das Beste auf seine eigene Art.
Aus Holzfeld wünsche ich allen für die Wahl viel Glück
und für das Amt ein gutes Händchen  und das richtige Geschick.

Bei all dem Ernst darf der Humor nicht leiden,
niemand sollte den Narrenspiegel meiden
und einfach ohne berechnende Schau,
auch mal über sich selber lachen – helau!

Johannes Link, Ortsvorsteher

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