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Holzfeld: Der Ortsvorsteher informiert

Zeit einmal Danke zu sagen

Holzfeld. Die Amtszeit von Dr. Walter Bersch als Bürgermeister endet zwar erst im kommenden Monat, doch für Holzfeld war die Ortsbeiratssitzung am vergangenen Mittwoch (höchstwahrscheinlich) die letzte unter seiner Zuständigkeit. Vor 24 Jahren übernahm Dr. Bersch die Aufgaben des Stadtbürgermeisters der Stadt Boppard. Damit oblag ihm auch die ehrenvolle Verantwortung‘ für Holzfeld.

Meine Zusammenarbeit mit Dr. Bersch war im Verhältnis zu seiner Amtszeit recht kurz und dazu noch sehr von den COVID-Maßnahmen geprägt. Dennoch konnten wir gemeinsam einige Themen anpacken und umsetzen (natürlich auch in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Stadtrats). Wenn unsere Meinungen nicht immer einheitlich waren, konnten wir am Ende doch ordentliche Lösungen für Holzfeld präsentieren – und darauf kommt es an.

Der Ortsvorsteher informiert: Zeit einmal Danke zu sagenDort wo Verwaltungswege oder zu hohe Schätzkosten Vorhaben in Holzfeld erschwerten, fanden die ehrenamtlichen Vereins-kräfte und Dr. Bersch immer gemeinsam Mittel und Wege um die gewünschten Ziele doch zu erreichen.

Aus diesem Grund war es uns als Ortsbezirk wichtig nach so langer Zeit auch einmal Danke zu sagen! Eine Dankesurkunde und ein Geschenkkorb mit Spezialitäten aus Holzfeld sollten dies noch einmal unterstreichen.

Auch die Feuerwehr Holzfeld, deren Leiter der Bürgermeister ist, bedankte sich mit einem kleinen Abschiedsgruß für die gute Zusammenarbeit und machte deutlich, wie wichtig die Förderung des Ehrenamts und der Eigenleistung ist. Vernünftig geplante Maßnahmen, die die Truppe in ihrer Freizeit umsetzte, haben der Stadt enorme Kosten gespart, die Einsatzstärke der Wehr erhöht und die Gemeinschaft zusammengeschweißt. 

Wir alle wünschen Herrn Dr. Bersch einen angenehmen Übergang vom aktiven Dienst in den Ruhestand, eine gute Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen auf einem unserer ‚unpolitischen‘ Dorffeste.

Johannes Link, Ortsvorsteher

Kurzbericht zur Ortsbeiratssitzung vom 8. September

Einwohnerfragestunde

Die Bürger bemängeln den Überwuchs an Grundstücken im Ort, der die Fahrbahn immer mehr und mehr verengt. Der Ortsvorsteher (OV) weist hiermit letztmalig öffentlich darauf hin. Künftig wird die Verwaltung gebeten hier zu intervenieren.

Weiter wurde abermals das Parkverhalten angesprochen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister erarbeitete man folgenden Lösungsansatz: Der Ortsbeirat dokumentiert bei einer Ortsbegehung die betroffenen Stellen und bittet das Ordnungsamt Ordnungsgelder zu verhängen.

Auf die Leinenpflicht für Hunde wird nach einer Anfrage noch einmal deutlich hingewiesen.

Neue Satzung für Ausbaubeiträge

Der OV wies die Mitglieder des Ortsbeirates (OBR) und die Anwesenden auf die neue Satzung für Ausbaubeiträge hin. Der Bürgermeister erläuterte, welche Faktoren für die Berechnung der Beiträge berücksichtigt werden. Mit kurzen Fallbeispielen konnte er verdeutlichen, mit welchen Ausgaben Grundstücksbesitzer zu rechnen haben. Wichtig dabei ist jedoch, dass alle Grundstücke separat bewertet werden müssen und somit der finanzielle Anteil eines Straßenausbaus je Grundstück variiert. Auch die Verschonungsregel wurde von Dr. Bersch detailliert erklärt. Weiter wurde den Anwesenden die Möglichkeit für Fragen eingeräumt, von der rege Gebrauch gemacht wurde.

VVV-Schuppen

Der OBR beschloss die neue Freifläche, an der bislang die Glascontainer standen, dem VVV bereitzustellen, damit der Verein dort einen Schuppen für Gerätschaften und Arbeitsutensilien errichten kann.

Seniorentag

Aufgrund der nicht absehbaren COVID-Lage kommt der Ortsbeirat schweren Herzens zu dem Entschluss, auch in diesem Jahr auf eine Veranstaltung vorsorglich zu verzichten. Eine mögliche Alternative unter Beachtung der 3G-Regel, würde keinen garantierten Schutz bieten und obendrein Mitbürger ausschließen.

Sachstand Dorfchronik 

Der Druckauftrag wurde an die Druckerei Neisius aus Winningen vergeben. Die Restarbeiten werden aktuell von Werner Stoffel und Johannes Link vorangetrieben, damit die finale Fassung am Ende des Monats in den Druck gehen kann. Vorher möchte der OV noch ein Treffen mit der Chronik-Gruppe durchführen, um die letzten offenen Punkte zu klären.

ÖPNV

Der Vorsitzende teilt mit, dass die Stadt Boppard seit vergangenen Monat Besitzer des Grundstücks der Schulbushalte ist. Bzgl. des Ausbaus erläuterte der Bürgermeister das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung. Der OBR bittet um eine schnelle Umsetzung und Beteiligung bei den Planungsmaßnahmen. Weiter wurde das ANDI-Taxi thematisiert. Auch konnte der Bürgermeister den Anwesenden die rechtliche Situation erläutern. Im Zusammenhang mit der Mobilität stellte der OV das neue Projekt „Dorfauto 2.0“ vor und berichtete von dem bisherigen Verlauf der Testphase „Dorfauto 1.0“.

Haushalt 2022

Der OV stellte eine Übersicht der bereits gemeldeten Ansätze für den kommenden Haushalt vor. Der OBR ergänzte diese um wenige Punkte.

Verfügungsmittel

Der OBR beschloss die Kostenerstattung für verschiedene kleine Gegenstände, die der OV für das Gemeindehaus und die repräsentativen Mittel anschaffte bzw. anschaffen wird.

Anfragen

Auf die Anfrage, wann die Seilbahn am Bolzplatz installiert wird, berichtet der OV, dass der Vorgang vergessen wurde. Auf die Rückfrage beim Auftragnehmer wurde dies erneut angestoßen. Der Aufbau verzögert sich daher um wenige Wochen.

Die Frage nach dem Sachstand Baugebiet/Abrundung konnte der Bürgermeister beantworten und dem OBR ein weiteres Vorgehen vorschlagen. Aktuell gibt es keine Möglichkeit kurzfristig neues Bauland zu erschließen.

Mitteilungen

Der OV teilt folgendes mit: Die neue Bestuhlung des Gemeindehauses ist eingetroffen. Die neuen Möbel werden nicht außerhalb des Gemeindehauses genutzt bzw. verliehen. Die alten Möbel wurden von den Vereinen übernommen und können für private Feierlichkeiten dort kostenfrei geliehen werden. Alle Kinderwarnschilder wurden an Bürger verschenkt, die diese an ihrem Privateigentum angebracht haben. Die 30er-Zone am Ortseingang Ringstraße wurde erweitert. Die ehrenamtliche Hilfe für die Flutopfer, organisiert von Privatpersonen, wurde gewürdigt. Der OV ließ mit Rücksprache beim Ordnungsamt alle Wahlplakate an Verkehrs- und Straßenschildern entfernen. Das Tempolimit am Peterhof wurde eingerichtet. Die Veranstaltung RhineCleanUp am 11. September wurde beworben. Der Sportplatz wurde begutachtet, das Ergebnis steht noch aus. Nach Rücksprache mit der Feuerwehr wird der Termin für Sankt Martin auf den 13. November  festgelegt. 

Das ausführliche Protokoll finden Sie wie gewohnt in den kommenden Tagen auf www.boppard.de (Ratsinformationssystem), über eine Verlinkung auf www.holzfeld.de oder im Aushang am Dorfgemeinschaftshaus.

Johannes Link, Ortsvorsteher

RhineCleanUp

Holzfeld/Hirzenach. „Da kann sich manch eine Gemeinde mal eine Scheibe von abschneiden.“ Diese treffende Aussage, mit Bezug auf die prozentual hohe Beteiligung der kleinen Orte Hirzenach und Holzfeld, fiel im Anschluss an das diesjährige RhineCleanUp. Wieder einmal nahmen über 30 Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der länderübergreifenden Umweltaktion teil. Um 10 Uhr am Samstag starteten die Trupps, sammelten den Unrat am Rheinufer ein und brachten die vollen Müllsäcke zu den Sammelpunkten an der B9.

Positiv zu erwähnen ist, dass die Ausbeute in diesem Jahr geringer war als in den Vorjahren. Dies lag mitunter daran, dass der Pegel des Rheins am Wochenende höher lag als bei den vergangenen Ufersäuberungen und somit weniger Abfall zum Vorschein brachte. Aber auch die Kontinuität des RhineCleanUps trägt dazu bei, dass der Aufwand nicht mehr so hoch ist wie noch vor einigen Jahren.

Jung und Alt hatten viel Spaß bei der gut organisierten Aktion. Zum Abschluss genossen alle die kulinarischen Künste des Hirzenacher Küchenteams und konnten nach langer Corona-Zwangspause endlich wieder einmal gemeinsam ins Gespräch kommen. Die Ortsvorsteher und der Verkehrs- und Verschönerungsverein Holzfeld danken den Helfern recht herzlich. Besonders gefreut haben wir uns über die Weinspende vom Gasthaus Rebstock. Solche kleinen Anerkennungen machen Spaß auf mehr und sind unbezahlbar für den Zusammenhalt.

Rainer Volk, Ortsvorsteher Hirzenach
Johannes Link, Ortsvorsteher Holzfeld

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