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Holzfeld: Weihnachtsgruß des Ortsvorstehers

Johannes Link, Ortsvorsteher HolzfeldHolzfeld. Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und ich bin um ehrlich zu sein froh, dass in den kommenden Tagen etwas Ruhe einkehrt – wenn auch für manchen ungewollt. Am Anfang des Jahres hätte ich mir gewünscht, dass ich erschöpft auf ein Jahr voller Innovationen und Umsetzungen zurückblicken kann. Es kam bekanntlich anders und sowohl der Ortsbeirat als auch ich mussten uns mit den ständig wechselnden Umständen und Tatsachen auseinandersetzen. 

Dass wir dennoch vieles erledigt oder auf den Weg gebracht haben, liegt an unserer guten Zusammenarbeit im Rat. Intensiv haben uns 2020 die Probleme im ÖPNV (Sicherheit, Umstiegsituation, barrierefreier Ausbau der Haltestellen, Begegnungsverkehr, Linien, Anschluss nach Boppard, Reaktivierung ANDI-Taxi, und vieles mehr) beschäftigt. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir ausführliche Lösungsansätze vorbereitet und sind jetzt von den Behörden und ihrer Umsetzung abhängig. Fehlender Parkraum, Mobilität im Allgemeinen, Verkehrssicherheit, Straßenschäden und organisatorische Vorhaben (beispielsweise Glascontainer) wurden von uns immer wieder thematisiert, damit wir nicht den Anschluss verlieren. Hier müssen wir auch im kommenden Jahr weiter dranbleiben.

Simple Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Aufstellen von Mülleimern (unter anderem als Entsorgungsmöglichkeit für Hundekot) oder Nacharbeiten zur Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses, durchlaufen Verwaltungsprozesse, die auch für ‚Insider‘ nicht immer ganz verständlich sind. Beharrlichkeit und stetige Erinnerung führen zwar irgendwann zum Ziel, kosten jedoch auch schon einmal Nerven. Der monatelange Wirrwarr um die Einrichtung meines Ortsvorsteherbüros ist ein weiteres Beispiel für hausgemachte Probleme. Bauland, gerade für junge Holzfelder Familien, ist ein weiteres großes Thema, das wir angestoßen haben. Seit Monaten warten wir hier jedoch schon auf eine Rückmeldung aus der Verwaltung, um weitere Schritte vorzubereiten. Eine übersichtliche Website, die auf die Themen unseres Dorfes zugeschnitten ist und meine Arbeit der Öffentlichkeit transparenter macht, war für mich unverzichtbar.

Aus diesem Grund ging www.holzfeld.de im Sommer online. Zum Jahresende kam das Dorfauto nach Holzfeld, welches in den ersten Wochen schon regen Zuspruch fand. Eine ausführliche Aufzählung aller Punkte, um die wir uns in diesem Jahr gekümmert haben, würde hier jetzt zu weit führen. Diese hätte ich normalerweise am Neujahrsempfang 2021 vorgestellt. Da dieser ausfallen wird, werde ich den Lockdown dazu nutzen, einen Rück- und Ausblick über unsere Arbeit im OBR anderweitig zu kommunizieren. Wie und wann muss in den nächsten Tagen noch abgestimmt werden.

Als Ortsbeirat und als Ortsvorsteher haben wir nur wenige Befugnisse. Wir können zumeist auf Themen nur hinweisen und lediglich mitarbeiten. Ob dann unsere Meinung berücksichtigt wird, ist dabei auch nicht zwingend gegeben. 

Dass viele Dinge dennoch gut funktionieren, liegt an der unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Bauhof und vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Mit einem offenen und ehrlichen Umgang konnten wir uns gegenseitig einiges an Arbeit ersparen und die Weichen für das kommende Jahr stellen. Dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken.

Danke sagen muss ich aber auch 

– dem Ortsbeirat, für das gute Miteinander, auch wenn wir vieles räumlich getrennt regeln mussten

– den Vereinen, die mit ihren kleinen Aktionen vielen Menschen eine Freude machten

– der Nachbarschaftshilfe, die bereitstand um zu helfen, wenn Not am Mann war

– der Jugend, die sich bestens mit den Corona-Auflagen arrangiert hat und ebenso ihre Hilfe anbot

– den Senioren, die auf vieles verzichten mussten aber für Kleinigkeiten dankbar waren

– allen ehrenamtlichen Helfern, denen die Gemeinschaft nicht egal ist und ihre privaten Anliegen oft in den Hintergrund stellen

– allen Bürgerinnen und Bürgern, dass sie weder mit übertriebener Panik noch Leichtsinn mit dieser Pandemie umgehen. 

Ich wünsche euch allen eine besinnliche Zeit und ein frohes Weihnachtsfest. Für das kommende Jahr hoffe ich, dass wir schnell in einen geregelten Alltag zurückfinden können. Bleibt daher alle gesund, achtet aufeinander und kommt gut in das neue Jahr.

Beste Grüße

Johannes Link, Ortsvorsteher

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