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Giftige Raupen sind gefährlich

Eichenprozessionsspinner RaupenBoppard/Region.
Der Eichenprozessionsspinner verbreitet sich rasant. In den vergangenen Jahren hat die Schmetterlingsart ihren Lebensraum vom Südwesten Deutschlands immer weiter nach Norden ausgedehnt und ist mittlerweile auch im Vorderen Hunsrück und im Mittelrheintal angekommen. Das Gefährliche daran: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen unzählige giftige Brennhaare, die bei Hautkontakt bei Menschen und auch bei Tieren sehr starke und auch lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen können. „Zurzeit krabbeln die Raupen“, sagt Boppards Forstamtsleiter Axel Henke. „Wir befinden uns jetzt in der heißen Phase.“ Da im Forstbereich Boppard ein recht hoher Eichenbestand ist, rät Henke zu erhöhter Vorsicht.

Die bis zu fußballgroßen Nester der Raupen befinden sich an Stämmen der Eichen oder in Eichenprozessionsspinner Raupenden großen Astgabeln. Nachts krabbeln die Tierchen zum Fressen in Richtung der Baumkronen, danach wieder zurück in ihre Nester – daher auch der Name Eichenprozessionsspinner. Wer beim Spaziergang einen vom Eichenprozessionsspinner befallenen Baum entdeckt, sollte unverzüglich das zuständige Forstamt informieren. Wenn beispielsweise in der Nachbarschaft von Schulen, Kindergärten oder auch Parkanlagen Bäume befallen sind, muss schnell gehandelt werden. Warnhinweise und Absperrungen sieht man derzeit häufig. Gerade in der Nähe von Kitas und Schulen muss man aber die Raupen entfernen. „Teams mit Spezialausrüstung und komplett in Schutzbekleidung saugen die Raupennester ab und entsorgen die gefährlichen Allergieauslöser als Sondermüll. „Es ist nicht möglich, den Eichenprozessionsspinner großflächig zu entfernen“, sagt Axel Henke im Gespräch mit unserer Zeitung. „Für die Bäume und den Wald ist er kein Problem, er ist eher ein Menschenschädling. Wir müssen mit ihm leben“, so der erfahrene Forstamtsleiter. Der Eichenprozessionsspinner findet im Mittelrheintal ideale Lebensverhältnisse. Er mag es trocken und warm, liebt lichte Wälder. „Genau das findet er in den Hanglagen des Tals. Der Klimawandel begünstigt sicherlich die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners“, so Axel Henke.

Die Abermillionen winzigen giftigen Raupenhaare sind nicht nur bei direktem Hautkontakt für uns Menschen gefährlich. Über den Wind können sie auch weit verteilt werden und in der Atemluft vorhanden sein. Experten raten dazu, sich nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner gründlich zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Bei allergischen Reaktionen sollte man aber unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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