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Neue Bäume im Kinder- und Hochzeitswald

Forstwirte pflanzen anstelle der frischen Hochzeitspaare und Eltern

Neue Bäume im Kinder- und HochzeitswaldBoppard. 59 Hochzeitspaare und 127 Neugeborene des Jahres 2019 konnten 2020 pandemiebedingt nicht ihr einjähriges Bäumchen im Stadtwald Boppard pflanzen. Die liebgewordene Tradition wurde vor zwei Wochen durch das Team vom Forstrevier Boppard II aufrechterhalten. Mit einer Lieferung wärmeliebender Eichen der Darmstädter Forstbaumschulen ausgestattet setzten die Forstwirte Robert Weinand und Jörg Bock in Vertretung für alle frischen Hochzeitspaare und Eltern die zarten Pflänzchen in die noch feuchte Erde. Revierleiter Johannes Nass erläutert, dass man bei der Baumartenauswahl auf den Kahlflächen, die nach den Trockenjahren 2018 bis 2020 entstanden sind, die zu deutlich einsetzende Klimaerwärmung berücksichtigen muss. 

Wie wird das Klima im Jahre 2100 sein, wenn diese Bäume mal gerade 80 Jahre jung sind und dem Stadtwald weiterhin als Sauerstofflieferant, Staubfilter, Wasserspeicher, Erosionsschutz und Nahrungsquelle dienen sollen? Auch wenn sie noch Jahrzehnte davon entfernt sind, einmal als Möbelstück die Wohnung zu zieren. 

Neue Bäume im Kinder- und HochzeitswaldVersuchsweise und nur auf Kleinflächen holt man Baumarten wie die Zerreiche und Flaumeiche aus dem Süden Europas zu uns, die dort unter einem Klima wachsen, was man hier wahrscheinlich bis 2100 bekommen wird.

„Im Kinder- und Hochzeitswald sind sie unter guter Beobachtung“, schließt Förster Nass seinen Ausblick. „Der Holzzaun, der die pflanzlichen Einwanderer vor Reh-, Rot- und Muffelwild schützt, tut sein Übriges.“

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