Boppard. Die Schar der Freunde der Rebblütenmesse wird jedes Jahr grö­ßer. Am Freitag vor dem Bopparder Weinfrühling kamen rund 300 von ihnen in den Hamm, um auf der „Platte“ ober­halb der Mandelsteinhütte wie­der mit­ein­an­der die Hl. Messe zu fei­ern. „Dabei geht es natür­lich immer auch um den Wein, der im Abendmahlsaal ja eine wirk­lich wich­ti­ge Rolle gespielt hat“, sagt Pastor Stefan Dumont, der sich über den enor­men Zuspruch zu der beson­de­ren Messe in den Weinbergen freut. „Wir glau­ben den Worten der Bibel, die uns sagen, dass Jesus selbst zum Teil einer Gemeinschaft wird, wo Menschen in sei­nem Sinne und mit sei­nen Worten den Wein tei­len und trin­ken. Und wir sit­zen hier im Hamm direkt im Weinberg, sozu­sa­gen direkt an der Quelle.“ Darüber hin­aus ist der Wein für uns ja nicht nur ein gutes Genussmittel, son­dern – neben der wun­der­ba­ren Natur des Rheintals – für vie­le Menschen der Anlass, als Gäste hier­her­zu­kom­men. Die Stadt lebt auch davon. Für den Pastor ist das schon Grund genug, dem Himmel dank­bar zu sein für die viel­fäl­ti­gen Geschenke der Schöpfung hier bei uns. Wo kann man solch einen Dank bes­ser zum Ausdruck brin­gen, als zum Beginn der Saison mit­ten im Weinberg? 

Rebblütenmesse BoppardZum drit­ten Mal schon fand die Rebblütenmesse nun statt. Die Organisation klappt her­vor­ra­gend zwi­schen Pfarrei, Nachbarschaften und vie­len frei­wil­li­gen Helfern. Winzer Joachim Lorenz fährt extra für die­sen Anlass schon recht­zei­tig den Hänger mit Bänken und Tischen auf die Platte, damit die Gottesdienstbesucher sit­zen kön­nen. Ein gro­ßes Kreuz aus Reben mar­kiert den Ort als „GottesOrt“ für eine Stunde. Vier Kleinbusse fah­ren zwi­schen Bahnhof und Mandelstein hin und her, um die Leute gut und sicher in den Hamm und wie­der in die Stadt zu brin­gen. Die Musik kam in die­sem Jahr aus fünf gro­ßen Alphörnern, die im Weinberg beson­ders anrüh­rend klan­gen. Die Alphornbläsergruppe Südpfalz hat­te sich für die­sen Gottesdienst auf den Weg nach Boppard gemacht. 

Mit der Bitte um Gottes Segen für den Weinfrühling und für alle, die im Weinberg arbei­ten, ende­te die­ser ein­drucks­vol­le Gottesdienst unter blau­em Himmel und bei strah­len­der Abendsonne. Und wie das sein muss, gab es natür­lich nach der Messe noch ein Gläschen Wein für alle.