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Saisonarbeitskräfte landen auf dem Hahn

Bundesministerin Julia Klöckner informiert sich über Vorkehrungen gemeinsam mit dem Landesbauernpräsident Hartelt und der Bundespolizei – und verteilte Osterhasen an die Hilfskräfte 

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Berlin/Hahn. Ende der vergangenen Woche hatte sich die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, mit dem Bundesinnenminister darauf verständigt, dass im April und Mai jeweils 40.000 ausländische Saisonarbeitskräfte nach Deutschland einreisen dürfen. Die ersten Maschinen sind am Donnerstag in Deutschland gelandet. Für Rheinland-Pfalz wird der Flughafen Hahn angeflogen werden – er ist einer der sieben Flughäfen, über die die Erntehelfer einreisen können.

Gemeinsam mit Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., und den Präsidenten der rheinland-pfälzischen Bundespolizeidirektion, Joachim Moritz, hat sich die Ministerin gestern daher ein Bild vor Ort gemacht.

Die rumänischen Saisonarbeiter dürfen ausschließlich mit dem Flugzeug ein- und ausreisen, wobei die entsprechenden Listen der Bundespolizei vorzulegen sind. Durch ein abgestimmtes Verfahren zur zweifelsfreien Identifizierung der Saisonarbeiter sollen die Kontingente sowie Kontaktketten im Hinblick auf den Corona-Virus jederzeit nachvollziehbar sein. Die Arbeitnehmer werden am Flughafen durch den Betrieb abgeholt. Direkt vor Einreise wird zudem am Flughafen ein Gesundheitscheck durch medizinisches Personal durchgeführt. Die Ergebnisse sind dem örtlichen Gesundheitsamt zuzuleiten. Neuanreisende müssen in den ersten 14 Tagen zudem strikt getrennt von den sonstigen Beschäftigten leben und arbeiten und dürfen das Betriebsgelände nicht verlassen (faktische Quarantäne). Es gilt eine zwingende Unterkunfts- und Arbeitsteam-Einteilung: Arbeiten in gleichbleibenden, möglichst kleinen Gruppen.

Julia Klöckner: „Unsere Landwirte sind auf die Unterstützung von Fachkräften angewiesen. Denn saisonales Obst und Gemüse ist erntereif oder muss in diesen Wochen gepflanzt werden – vor allem auch hier in Rheinland-Pfalz. Die ersten Helfer sind nun gelandet, das ist ein guter Tag für die Branche. Aber auch für uns Verbraucher, die von den Bauern versorgt werden – auch gerade jetzt an Ostern.

In einer sehr verantwortlichen Zusammenarbeit mit dem Innenministerium, dem Bundesarbeitsministerium und dem Bauernverband haben wir eine gute Lösung gefunden. Sie gewährleistet das Wirtschaften, vor allem aber auch den Gesundheits- und Infektionsschutz. Unter Beachtung klarer Regeln für Einreise, Unterbringung und Arbeitseinsatz, die wir gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut erarbeitet haben. Ich danke der Bundespolizei, dem medizinischen Fachpersonal, dass sie die landwirtschaftlichen Betriebe und die für die Kontrollen zuständigen Bundesländer hierbei unterstützen – am Hahn ist man gut vorbereitet.“

Auch Landesbauernpräsident Eberhardt Hartelt sprach von einem guten Tag für Landwirte und Verbraucher. Insbesondere der Gemüsebau, der Obstbau und der Weinbau seien dringend auf die Arbeitskräfte aus Südosteuropa angewiesen, um arbeitsfähig zu bleiben. Daher sei es wichtig gewesen, so schnell wie möglich ein Prozedere zu entwickeln, dass die Einreise beziehungsweise den Einsatz der Saisonarbeiter sicherstellt und gleichzeitig dem Gesundheitsschutz Rechnung trägt:

„Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit Bundesministerin Julia Klöckner gelungen ist, Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen für Saisonarbeiter zu erreichen und möchten uns ausdrücklich für den persönlichen Einsatz der Ministerin bedanken.“

Mit im Gepäck hatte die Bundesernährungsministerin für die Hilfskräfte zahlreiche Schoko-Osterhasen.

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