Start Politik + Wirtschaft Wie geht in Zukunft nachhaltige Landwirtschaft im Hunsrück?

Wie geht in Zukunft nachhaltige Landwirtschaft im Hunsrück?

Hunsrück. Der Verein für Landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) Simmern-Birkenfeld hatte am 8. und 9. Juni zur praktischen Weiterbildung zum Versuchsfeld nach Kümbdchen eingeladen. „Fortbildung für unsere Landwirte ist heute wichtiger denn je. Klima- und gesellschaftlicher Wandel fordern von den Betrieben heute die Quadratur des Kreises“, macht die Vorsitzende Carina Konrad deutlich. „Der regelmäßige Austausch und neues Wissen sind für die Betriebe unverzichtbar.“

Um die Corona-Schutzverordnung einhalten zu können, wurden vier Rundgänge durch die Getreide- und Rapsversuche angeboten. Diese Möglichkeit stieß bei den Landwirten aus der Region auf großes Interesse. Dr. Stefan Weimar und Stefan Demand vom Dienstleistungszentrum (DLR) Rheinhessen Nahe Hunsrück  stellten die Versuche in den Bereichen Sortenwahl, Dünger und Pflanzenschutzstrategien vor und beantworteten fachliche Fragen.

In dem dreistündigen Rundgang wurde ein umfangreiches Sortenspektrum in den jeweiligen Kulturen vorgestellt.  Hier zeigte sich sehr deutlich, dass es neben dem Ertrag in Zukunft immer mehr auf positive Sorteneigenschaften in Bezug auf Krankheitsanfälligkeit und Standfestigkeit ankommt, um Klima und Umweltaspekten gerecht zu werden. In den umfangreiche Düngungsversuchen stellte Herr Dr. Weimar Düngerstrategien auch mit stickstoffstabilisierten Varianten vor, die besonders die Umwelt schonen. In Pflanzenschutzversuchen wurden die Unterschiede zwischen sehr gesunden und anfälligeren Sorten deutlich.

In dem sehr informellen Rundgang wurden auch von den Landwirten aus den Kreisen Rhein-Hunsrück, Birkenfeld, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen die aktuellen pflanzenbauliche Aspekte durch den fortschreitenden Klimawandel sowie die Pflanzenschutzreduzierung mit den enormen Herausforderungen für den Pflanzenbau diskutiert. Man war sich einig, dass in Zukunft die Bedeutung eines zentralen Versuchsfeldes in der Region und eine einhergehende Offizialberatung vor Ort sehr wichtig sind.

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