Start Politik + Wirtschaft LEADER-Mittel für sieben innovative Projekte im Mittelrheintal ausgewählt

LEADER-Mittel für sieben innovative Projekte im Mittelrheintal ausgewählt

Mittelrhein/Oberwesel. Über die Verwendung der Fördermittel des 10. Aufrufs der LEADER-Region im rheinland-pfälzischen Teil des Welterbes Oberes Mittelrheintal wurde in der jüngsten Sitzung am 5. Juli entschieden, die sowohl in Präsenz in Oberwesel als auch per Videoschalte digital stattfand. Die Projektauswahl trifft die Lokale Aktionsgruppe, die sich aus verschiedenen lokal ansässigen Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors zusammensetzt und das Herzstück jeder LEADER-Region ausmacht. In dem aktuellen Aufruf konnten alle sieben eingereichten Projektideen für eine Förderung ausgewählt werden. Die Projektträger sind nun aufgefordert, den finalen Antrag zu stellen. 

LEADER-Mittel für sieben innovative Projekte im Mittelrheintal ausgewähltDer Höchstfördersatz von 250.000 Euro wurde durch das Gremium für die Instandsetzung und touristische Inwertsetzung des Torhauses des Fort Asterstein in Koblenz ausgewählt. Das Projekt entwickelt die Koblenzer Festungslandschaft mit einem neuen Baustein zur Information über die Festungsanlagen gekonnt weiter. Gleich zweimal darf sich die Stadt Oberwesel freuen, die für die weitere Begehbarmachung ihrer Stadtmauer sowie eine Audiotour zum Stadtmauerrundweg eine Gesamtförderung von mehr als 100.000 Euro erhält. Auch die Stadt St. Goar erhält eine Förderung von gut 80.000 Euro für die dreidimensionale Erfassung von Burg Rheinfels. Damit wird Rheinfels mit den vielen ober- und unterirdischen Gängen nicht nur umfassend digitalisiert, sondern auch für mobilitätseingeschränkte Personen erlebbar gemacht.

Der Imkerei und dem Insektenschutz widmet sich die Ortsgemeinde Dahlheim, die einen Bienenlehrpfad rund um ihre Schutzhütte entwickeln will und dafür eine Förderung von 8.000 Euro erhält. Als einziger privater Antragssteller kann sich das Weingut Ratzenberger über eine Förderung in Höhe von rund 9.000 Euro freuen. In Kooperation mit der Hochschule Geisenheim und der Flurbereinigung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum hat das Weingut rund um die Ruine Fürstenberg eine innovative Querterrassierung auf den Weg gebracht, die nun durch die Förderung einer Bewässerungsanlage weiterentwickelt werden soll. 

Mit LEADER (französisch: Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Der LEADER-Ansatz steht für eine verstärkte Mobilisierung endogener Potenziale in ländlichen Regionen, für eine Verbesserung der regionalen Kooperation, für die Stärkung der Beteiligung der für die Entwicklung einer Region bedeutsamen Akteure und für die Entwicklung und Verbreitung innovativer Handlungsansätze. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die ländlichen Regionen durch Identifizierung ihrer individuellen Stärken und Schwächen am besten ihre Entwicklungschancen erkennen und daraus resultierende Strategien zur Mobilisierung des abgeschätzten Potenzials entwickeln können.

Aktuell erarbeitet die LEADER-Region eine neue Lokale integrierte ländliche Entwicklungsstrategie. Ziel dieser Strategie ist es vor allem, neue Impulse für eine wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Region zu erschließen.

Weitere Infos unter www.lag-welterbe.de oder beim Regionalmanagement: Nico Melchior, Tel. 06771 599546, 0151 14065603 oder n.melchior@zv-welterbe.de.

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