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Generationswechsel bei der CDU

Rhein-Hunsrück. Mit dem Tag der Wahlen zum rheinland-pfälzischen Landtag am Sonntag, 14. März, endet eine Ära: Hans-Josef Bracht wird dem künftigen Parlament nicht mehr angehören – nach 25 Jahren als Landtagsabgeordneter ist für den Vizepräsidenten des Landtags dann Schluss. Der 65-jährige Rheinböllener, der seit Jahrzehnten auch kommunalpolitisch aktiv ist und lange Vorsitzender der Kreis-CDU war, zieht sich politisch zurück. Als sein Nachfolger im Kreis fungiert bereits der Bucher Ortsbürgermeister Tobias Vogt. Läuft alles nach Plan, soll der 31 Jahre junge Tobias Vogt im kommenden März auch Nachfolger Brachts im Landtag werden.

Der Kreisvorstand der CDU hat den studierten Volkswirt, der in einem heimischen Unternehmen als Führungskraft arbeitet, als Landtagskandidat nominiert, die Wahl durch die Mitgliederversammlung gilt als sicher. Keine Frage: Mit Vogt, der bereits im Januar zum Vorsitzenden der CDU Rhein-Hunsrück gewählt worden ist, vollzieht die CDU einen Generationswechsel. Die Chancen, dass der junge Familienvater – im Dezember erwarten seine Frau und er das zweite Kind – das Direktmandat gewinnt, stehen nicht schlecht. Er selbst gibt sich gewohnt zurückhaltend. „Warten wir mal ab, wie die Stimmungslage im kommenden März sein wird“, so Vogt.

Natürlich ist dem Hoffnungsträger der CDU bewusst, dass er „in große Fußstapfen“ tritt. Hans-Josef Bracht ist ein kommunal- und landespolitisches „Schwergewicht“, das parteiübergreifend geschätzt wird. „Ich will das Gute fortführen, aber auch eigene Akzente setzen“, so Vogt. „Man muss in der Politik immer seinen eigenen Weg finden.“ Bracht jedenfalls lobt seinen jungen Parteifreund in hohen Tönen. „Tobias ist ein sehr anständiger junger Mann. Er führt zusammen statt zu polarisieren, er hört zu statt nur vorzugeben, er kümmert sich um die Anliegen der Menschen und überlegt, bevor er vorschnell handelt“, so Bracht. „Ich bin mir deshalb sicher, dass Tobias Vogt ein guter Abgeordneter für die Menschen am Rhein und auf dem Hunsrück sein wird.“

Tobias Vogt gilt als zielstrebig und ausdauernd: In Buch hat er früher Fußball gespielt, jetzt findet er den Ausgleich zur beruflichen und politischen Belastung im Kreis seiner Familie und bei Waldläufen. Zwei- bis dreimal wöchentlich schnürt er die Laufschuhe. Dass er auch extrem belastbar ist, hat er als Finisher des Köln-Marathons bewiesen. Außerdem fährt Tobias Vogt ab und zu mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Simmern. „Aber anders als Hans-Josef Bracht bin ich eher Läufer als Radrennfahrer“, scherzt der Ortsbürgermeister von Buch. Wer weiß, auch dies kann sich ja noch ändern.

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