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Von Corona keine Spur: Bei Fahrrad Rith wird kräftig in die Pedale getreten

Rheinland-Pfalz. Die Coronakrise hat vieles verändert: Weniger Ibiza, mehr regionaler Urlaub für viele Menschen. Das spüren auch Unternehmen, die sich im Bereich Freizeitsportgeräte spezialisiert haben. Ob Mountainbikes, Rennräder, E-Bikes, Lifestyle- oder Gravelbikes, die Nachfrage nach hochwertigen Fahrrädern aller Sparten boomt. „Noch nie wurden so viele Fahrräder verkauft oder repariert, wie aktuell. Für die Zweiradmechaniker geht es derzeit steil aufwärts“, beschreibt Kurt Krautscheid, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz die hervorragende Entwicklung der Branche. „Das beweist, dass das Handwerk eine krisensichere Branche mit Zukunft bleibt“.

Auch die Experten von Fahrrad Rith in Stromberg mussten Sonderschichten an der Werkbank und am Montageständer einlegen, um der rasant gestiegenen Auftragslage in den vergangenen Monaten Herr zu werden. „Personell und wirtschaftlich sind wir seit Beginn der Krise sehr gut aufgestellt. Mit Beginn der Lockdown-Maßnahmen gab es auch für uns Umstellungen im täglichen Betrieb, diese konnten wir aber kreativ zum Vorteil unserer Kunden lösen“, zeigt sich Geschäftsführer Michael Rampetsreiter hochzufrieden mit dem Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres.

So habe der Werkstattbetrieb zwar fortgeführt werden dürfen, für die Betreuung und Beratung der Kunden befuhren die Zweirad-Experten aber neue „Trails“. Denn die Beratung in den Verkaufsräumen konnte aufgrund der Lockdown-Maßnahmen nicht stattfinden. „Wir sind stattdessen zu unseren Kunden nach Hause gefahren und haben intensiv telefonisch, per WhatsApp oder per Video-Call beraten – ein erweitertes Service- und Beratungsangebot, das von unseren Kunden hervorragend angenommen wurde“, beschreibt Rampetsreiter das Ergebnis der intensiven Beratungen seines Teams, auf das der Chef besonders stolz ist. „Ein großartiges Team, das sich mit Herzblut für unsere Kunden eingebracht hat“.

Zeitweise habe die große Nachfrage zu langen Wartezeiten bei Reparaturen und Beratung geführt. „Daraufhin haben wir uns entschlossen, auf ein Terminsystem umzustellen, damit jeder Kunde individuell eine kompetente und faire Beratung bekommen kann. Vieler unserer Kunden sind damit sehr zufrieden und wir werden das System insbesondere für die Individualberatung fortführen“, erläutert Rampetsreiter die organisatorischen Veränderungen bei Fahrrad Rith.

Expertise zahlt sich aus: internationaler Kundenkreis

Durch den coronabedingten Verzicht auf den Urlaub in der Ferne waren viele Kunden darüber hinaus bereit, da ist sich Rampetsreiter sicher, das eingesparte Urlaubsbudget in die Anschaffung hochwertiger Fahrräder aller Sparten zu investieren. „Unser Vorteil ist neben der fachlichen Expertise auch die persönliche Radsporterfahrung, die wir in die Beratung unserer Kunden einbringen. Dadurch konnten wir uns einen weit über die Region hinausreichenden Kundenkreis erschließen, für den wir auch spezialisierte Wünsche umsetzen können“, beschreibt Rampetsreiter das Einzugsgebiet der Fahrradtüftler aus dem Hunsrück. Für den Erwerb eines Hochleistungs-Rennrads reiste eine Kundin sogar aus Kasachstan an.

Das Geschäft boomt also und auch das Thema Fachpersonal ist bei Fahrrad Rith kein großes. „Unser Team setzt sich aus erfahrenen Experten zusammen, die über besonders hohe Qualifikationen verfügen und auch langfristig für uns tätig sind. Die geringe personelle Fluktuation in den vergangenen Jahren konnten wir erfolgreich kompensieren“, erklärt Rampetsreiter. Auch bilde man regelmäßig aus und unterstütze die Handwerkskammer in den Ausbildungsprüfungen. „Wir wollen unseren Nachwuchs für einen Beruf begeistern, der vielseitig ist, technisches Geschick und die Leidenschaft für das Produkt sowie ein ausgeprägtes Interesse am Fahrradsport erfordert“.

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