Boppard. Seit einem Schiffsunfall am 19. März befin­det sich die Rheinfähre zwi­schen Boppard und Filsen nun schon in Zwangspause. Ein Tankschiff hat­te damals den Fähranleger und die Ufermauer in die­sem Bereich schwer­be­schä­digt. Bürgermeister Jörg Haseneier hat­te gegen­über dem RHA betont, wie wich­tig es sei, dass die Fähre mög­lichst bald wie­der ihren Betrieb auf­neh­men kön­ne. Doch davon ist man auch Wochen spä­ter anschei­nend noch weit ent­fernt. Aktuell deu­tet nichts dar­auf hin, dass der Fährbetrieb zeit­nah wie­der auf­ge­nom­men wird.

Pendler sind ver­är­gert, da sie gro­ße Umwege in Kauf neh­men müs­sen. Auch für Schüler, Touristen und Tagesausflügler ist der Fährausfall alles ande­re als erfreu­lich. Während die Stadt im Zuge der umfang­rei­chen Sanierungsarbeiten an der Rheinufermauer auch den durch das Schiffsunglück beschä­dig­ten Abschnitt instand­setzt, sieht man bis­her beim eigent­li­chen Anleger, für den der Fährbetreiber Tony Deleu zustän­dig ist, kei­ner­lei Fortgang. Auch wenn es sich bei der Schadensregulierung um einen Versicherungsfall han­delt, der eine gewis­se „Geduld“ erfor­dert, stel­len sich immer mehr Bürger die Frage, wann denn der Fährbetrieb rea­lis­tisch betrach­tet, wie­der auf­ge­nom­men wer­den könn­te. Doch eine Antwort dar­auf gibt es nicht. Der Fährbetreiber ist seit Wochen nicht erreich­bar. Alle Versuche, über Festnetz, Mobilnummer, WhatsApp und Mail mit ihm in Kontakt zu tre­ten, blie­ben bis­her erfolg­los. Die RHA-Redaktion hat es am Dienstag die­ser Woche noch­mals ver­sucht – vergeblich.

Die aus­blei­ben­den Informationen durch den Fährbetreiber befeu­ern Gerüchte und Befürchtungen, dass die Fähre dau­er­haft außer Betrieb blei­ben könn­te. Ein Szenario, das sich nie­mand wünscht und das auch für den Tourismusstandort Boppard schlecht wäre.